Rote Gipfel in den Dolomiten

Landschaftsfotografie in den Bergen – aber welche Flecken sind da noch nicht abgelichtet ?  Der Landschaftsfotograf muss sich immer wieder Neues einfallen lassen, will er aus seinen Bildern Kapital schlagen. Und die Leiter von Foto-Workshops sind auch nicht zu beneiden.

Zwei Möglichkeiten, Natur und Landschaften in ein anderes Licht zu bringen: Frühmorgens vor Sonnenaufgang oder am Abend, wenn sich die Sonne verabschiedet!

Ich habe hier einige Beispiele meiner Touren durch die Dolomiten. Vor 5 Uhr morgens auf der Plätzwiese im Naturpark Fanes-Sennes-Prags die Canon EOS 5D Mark III auf das Stativ montiert, das Objektiv der Brennweite 70 – 200 Millimeter in Richtung Monte Cristallo gerichtet. Von Sonne nichts zu sehen. Kurz nach 5 Uhr war es plötzlich soweit, die Gipfel des Monte Cristallos begannen zu leuchten. Die Sonne selbst noch hinter  anderen Dolomitenbergen versteckt. ISO 400, 1/50 Sekunde belichtet bei Blende 14 – ich war glücklich!

Ein anderes mal an einem herbstlichen Abend an der Sellajoch-Straße auf den Sonnenuntergang wartend. Leichte Wolken zeigten sich über Langkofel und Sellastock. Wird das heute noch ein Bild? Skepsis stieg in mir auf. Geduld war gefragt. Die Sonne hatte sich längst westlich hinter dem Langkofel abgesenkt. Doch dank der leichten Wolken und entsprechender Luftfeuchtigkeit entstand plötzlich eine mystische Stimmung: Die Wolken färbten sich hinter Lang- und Plattkofel rot. Traumhaft! Und dann wurde es fast noch stressig: Genau gegenüber – im Osten – zauberten die letzten Sonnenstrahlen einen immer größer werdenden roten Fleck auf die Wand des schon im Dunkel stehenden Sellastocks. Mit der 24 mm-Optik schaffte ich von einem Standplatz aus zwei wunderbare abendliche Landschaftsbilder.

Rote Berge in den Dolomiten. Wer solche Motive sucht, sollte sich im September oder Oktober auf die „Fotopirsch“ begeben. Da zeigen die ansonsten bleichen Bergriesen am Abend ihr rotes „Gesicht“. Nicht immer. Das hängt mit Wetter und Luftfeuchtigkeit zusammen. Aber sehr oft. Ein besonderer Tipp für das Alpenglühen: Der Rosengarten mit den Vajolet-Türmen, die ich von Sankt Ciprian aus fotografierte. Da sollte man aber schon zumindest die 200-mm-Optik auspacken.

Und nun viel Spaß mit glühenden Bergen!

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Autor: rubrafoto

Nach vielen Jahren als Pressefotograf widme ich mich nunmehr als "Schönwetterfotograf der Natur. Gerne teile ich dabei Erfahrungen und Tipps mit Gleichgesinnten.....

3 Kommentare zu „Rote Gipfel in den Dolomiten“

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