Spaziergang in Cesky Krumlov

Schon lange habe ich mir vorgenommen, nach Jahren wieder einmal über die Grenze nach Südböhmen ins Städtchen Krumau – tschechisch Cesky Krumlov – zu fahren. Nun habe ich es getan. Mit Fotoausrüstung – Canon EOS 5D Mark IV mit den Objektiven 24 – 70 Millimeter Brennweite und das Telezoom 70 – 200 mm. Mit dabei die superkleine, aber feine GoPro 9 Videokamera. Die Kamera für die Hosentasche!

Cesky Krumlov ist eine historische Stadt in Südböhmen, nur knapp 70 Kilometer von meinem Wohnort Ottensheim bei Linz in Oberösterreich und 35 Kilometer von der Grenze zwischen Mühlviertel und Südböhmen, also Tschechien, entfernt. Eine Stadt mit Historie. Schon um 900 nach Christi wurde hier an der Moldau Siedlungen erwähnt. Ein Umschlagplatz beim Salztransport von Österreich nach Böhmen. Um das Jahr 1240 begannen die Witigonen den Bau von Schloss Krumau auf dem steilen Hügel links oberhalb der sich krümmenden Moldau. Bald wurde auch das rechte Moldauufer – die heutige Altstadt -besiedelt.Um 1309 begann der Bau der Sank Veit Kirche, bald darauf entstand das Sankt Jobst Spital und die Sankt Jobst Kirche der Minoriten. Auch die Schlossanlage wurde stets erweitert.

Vor Beginn des 1. Weltkriegs hatte Krumau bereits 8600 Einwohner, 7400 waren deutschsprachig, angesiedelt in Zeiten der deutsch-österreichischen Monarchie. Doch bald war es mit Deutschböhmen vorbei: Als im Herbst 1918 die CSSR gegründet wurde, wurde es für die deutschsprachige Bevölkerung ungemütlich. Deutschböhmen wurde 1919 der CSSR zugesprochen. Und der 2. Weltkrieg brachte auch nichts Gutes. 1945 wurden die Deutschsprachigen aus dem Land vertrieben. Tschechoslowaken übernahmen ihre Häuser!

Heute ist Krumau an den Krümmungen der Moldau ein gern besuchter Tourismusort. Der Großteil der 12.700 Einwohner lebt allerdings außerhalb der historischen Altstadt. Angeblich bevölkern nur noch knapp 800 Krumauer die Altstadt. Das Stadtzentrum ist seit 1992 UNESC-Welterbe, hinter den historischen Fassaden herrscht teils gähnende Leere. Restaurants, Cafes und Bars, Souvenier-Läden und auch KEBAB-Läden prägen das Stadtbild. Dazu kommen noch Museen wie das Schiele-Zentrum oder das Fotomuseum des legendären Fotografen Josef Seidel und Kunstgalerien. Für Touristen ein interessanter Ort.

Im Bild ein Blick auf die Moldau und die Altstadt von Krumau.
Ein Blick über die Moldau auf die Altstadt.
Blick über die Dächer der Altstadt zur Sankt Jobst Kirche und zum Schloss.
Blick auf einen Teil von Schloss Krumau in Südböhmen.
Die mehrgeschossige Mantelbrücke, ein Teil von Schloss Krumau in Südböhmen.
Historische Fassaden prägen die Altstadt.
Gepflasterte, enge Gassen im UNESCO Welterbe.
Die St. Veit-Kirche in der Altstadt.
Blick auf historische Fassaden.
Historische Fassaden, dahinter oft gähnende Leere in den historischen Gemäuern.
Es kann auch kitschig werden…..
Ein Firmenschild eine Geschäfts für Holzprudukte in der Altstadt.
Holzprodukte vor einem Souvenier-Laden in der Altstadt.
Reiseandenken vor einem Souvenier-Laden in der Altstadt.
Auch ein KEBAB-Laden darf nicht fehlen….
Stadt Krumau in Südböhmen. Im Bild das Josef Seidel-Fotomuseum in der Altstadt.
Noch ein letzter Blick von der Mantelbrücke auf die Moldau und Cesky Krumlov.

In meinen Augen ist ein Kurztripp nach Krumau in Südböhmen die Reise wert. Bummeln, durch die engen Gassen flanieren, die böhmische Küche ausprobieren. Und dabei gelegentlich die Kamera – auch wenn es nur die Handy-Kamera ist – zücken. Von meinem Spaziergang durch Krumau habe ich auch ein kleines Video produziert, zu sehen auf meinem Youtube-Kanal auf:

Mehr Infos zu Cesky Krumlov – oder einfach Krumau in Südböhmen – gibt es auf. https://www.ckrumlov.info/de/cesky-krumlov/

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Meran und mehr….

Meine erste größere Fotoreise im Jahr 2022 führte mich in den Westen Südtirols, unter anderem ins Meraner Land, in die Stadt mit den vielen Dörfern rundherum. Einerseits die Stadt Meran – an Etsch und Passer gelegen – mit mediterranem Flair, kultureller Architektur und bunten Gärten, eine Kurstadt, die schon in Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie Bedeutung hatte. Mit Spazierwegen, die zum Flanieren einladen. Aber auch für Freunde der Kulinarik und gepflegter Weine hat Meran einiges zu bieten. Schloss Trauttmansdorff, wo sich Kaiserin Elisabeth gerne aufhielt, begeistert mit seinen tollen Gartenanlagen. Ein Pflichtbesuch für Garten- und Fotobegeisterte. Unmittelbar neben dem städtischen Treiben bestaunt man ausgedehnte Obstplantagen und Weingärten wie etwa im Dorf Lana. Nur einen Steinwurf entfernt von der Stadt…..

Gleich um die Ecke von Meran erlebt man touristisches Treiben im Dorf Tirol. Mit Schloss Tirol hoch über dem Etschtal und der dem Schloss vorgelagerten Brunnenburg inmitten von Weingärten. Schloss Tirol war einst die Residenzburg der Grafen von Tirol und gab dem Land den Namen. Heute beherbergt Schloss Tirol – https://www.schlosstirol.it – das Landesmuseum mit Dauer- und Themenausstellungen.

Bekanntlich liebe ich ja die Natur- und Landschaftsfotografie, weniger bin ich der „Städtetourist“. Aber in Meran und seiner Umgebung kann man vieles erleben und sehen. So kam ich wenige Kilometer nördlich von Meran auch beim Sandwirt in St. Leonhard im Passeiertal vorbei. Ein bodenständiges Gasthaus aus dem 17. Jahrhundert – seit 1982 unter Denkmalschutz. In diesem Haus ist Andreas Hofer, Anführer in den Tiroler Freiheitskämpfen gegen die Franzosen in den Jahren 1805 bis 1809, geboren.

Teilansicht der historischen Altstadt von Meran in Südtirol mit dem historischen Kurhaus.
Blick von der Passerbrücke auf die historische Altstadt von Meran in Südtirol.

Historischen Fassade des Kurhauses von Meran.

Südliches Flair mit Palmen prägt das Stadtbild von Meran.

Ein Paradies für Gartenfreunde – die prächtigen Gärten rund um Schloss Trauttmansdorff in Meran.

Blick auf die prächtigen Gärten rund um Schloss Trauttmansdorff in Meran.

Blick vom Tiroler Biergarten in Dorf Tirol auf das Schloss Tirol.

Im Bild die Brunnenburg nahe dem Schloss Tirol bei Meran.
Im Bild das Schloss Tirol nahe Meran in Südtirol. Links im Bild die Brunnenburg.
Der Kirchturm der Pfarrkirche in Dorf Tirol nahe Meran in Südtirol.
Im Bild das Gasthaus Sandwirt in St. Leonhard im Passeiertal, das Geburtshaus desSüdtiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer.
Im Bild das Gasthaus Sandwirt in St. Leonhard im Passeiertal, das Geburtshaus des Südtiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer.
Obst und Weinbau dominiert die Landwirtschaft im Meranerland in Südtirol. Im Bild Weinbau in Lana.

Soweit einige Eindrücke meiner Fototour ins Meraner Land. Mich ließ staunen, wieviele verschiedenen Facetten eine Gegend innerhalb weniger Kilometer bieten kann. Soll man sich ansehen…

Mehr Infos bietet: https://www.merano-suedtirol.it/de/meraner-land.html

Text und Fotos des Beitrags: http://www.rubrafoto.co.at

Ein Traum für Naturfreunde: Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Mich hatte wieder einmal das Reisefieber gepackt, ich mußte raus, was Neues sehen – und neues Bildmaterial produzieren! Gesagt, getan. Auf nach Südtirol, über den Brenner einige Kilometer nach Süden. Diesmal standen aber nicht die Dolomiten im Brennpunkt sondern der westliche Teil Südtirols: Meran, Passeiertal, Vinschgau, Ultental hießen meine Ziele.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich den Traum vieler Naturliebhaber präsentieren: Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran. Ich war noch nie in diesem wahren Gartenparadies auf 12 Hektar, bestückt mit Pflanzen, Bäumen, Blumen aus aller Welt, gegliedert in 80 „Landschaften“, die man barrierefrei auf 100 Höhenmetern durchwandern kann. Und ich staunte, was sich da zur vergangenen Jahrtausendwende nationale und internationale Garten- und Landschaftsplaner:innen einfallen ließen. Am 16 Juni 2001 war es soweit: Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder, der einige Jahre zuvor den Anstoss für die Gartenanlage rund um Schloss Trauttmansdorff – einst Feriendomizil von Kaiserin Elisabeth – gab, die Anlage eröffnen.

Seither pilgern alljährlich tausende Besucher ins Gartenparadies Schloss Trauttmansdoff in Meran. Dabei erleben sie eine Mischung aus botanischem Garten, Freizeitattraktionen, Erlebniswelt, Wasseranlagen, Wald, Landschaften Südtirols oder Sonnengärten. Ich war begeistert, mußte mich beim Fotografieren zurückhalten. Man muss sich Zeit nehmen beim Schlendern durch die Gartenpracht, die während der Saison von mehr als 100 Mitarbeiter:innen betreut wird. 3 Stunden sind ein Minimum, fast schon ein Schnelldurchlauf. Ein Wort zur Fotografie in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff: Ich persönlich ging mit „leichtem“ Gerät an die Sache heran. Das heißt, ich nahm nur eine Optik an meiner Canon EOS 5D, Mark IV mit auf die Gartentour: Ein kleines Zoom mit Brennweite 24 – 70 Millimeter. Das reichte völlig! Ich wollte einfach nicht die komplette Ausrüstung 4 Stunden oder mehr durch die Gegend schleppen. Bin ja auch nicht mehr der Jüngste!

Einen Besuch der Gärten von Schloss Trauttmansdorff im mediterranen Klima von Meran kann ich nur empfehlen. Egal ob als Natur- und Gartenfreund oder als Fotofreund mit Spiegelreflexkamera oder ganz einfach mit der Handykamera. Man sollte sich Zeit nehmen, die Natur genießen…..

Mehr Infos bietet die Homepage der Gärten von Schloss Trauttmansdorff auf

https://www.trauttmansdorff.it/die-gaerten-von-schloss-trauttmansdorff.html

Text und Fotos zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Das Mühlviertel – bildschön!

Den Kamera-Rucksack ins Auto – und hinaus in die Natur! Immer wieder stelle ich fest, dass ich nicht ins weite Land, weit weg von meinem Zuhause reisen muss, um schöne Landschaftsfotos zu machen. Das Gute liegt oft sehr nah. Das habe ich nach längeren Regenperioden in den vergangenen Tagen getan: Unterwegs im Mühlviertel, maximal 60 Kilometer von meinem Wohnort Ottensheim an der Donau entfernt.

Das Mühlviertel – bildschön! Dies nahm ich als Motto und ich kann euch heute einige bildschöne Fotos und ein kurzes Video auf meinem Youtube-Kanal „Rudi’s Bilderwerkstatt“ https://www.youtube.com/watch?v=I66vnD2tWkQ präsentieren. Egal ob das barocke Prämonstratenserstift Schlägl im Oberen Mühlviertel, den „Urwald“ an der Rodlmündung in Ottensheim, die Burgruine Waxenberg oder die wunderschönen Fassaden einiger alter Bürgerhäuser in Mauthausen an der Donau. Oder ganz einfach das bunte Hügelland Mühlviertel.

Das Mühlviertel im Norden Oberösterreichs, eingebettet zwischen Donau und Grenze zu Tschechien, ist ein wunderbares Stück Land. Kleine, schmucke Dörfer, herausgeputzte Städtchen wie Freistadt, und viel Natur und Landschaften. Ideal für Wanderer, für Radfahrer und Biker. Ideal für Erholungssuchende. Natürlich auch ideal für Fotofreunde! Beinahe hinter jedem Hügel findet man Motive. Man muss nur die Augen offen halten.

Hier einige Fotobeispiele zum Thema „Das Mühlviertel – bildschön“.

Na, habe ich zu viel versprochen. Ja ich weiß, Geschmäcker sind verschieden. Und fast jeder von uns findet seine nähere Heimat besonders schön. Trotzdem breche ich immer wieder eine Lanze für das ländliche Mühlviertel mit seinen feinen Plätzchen und Fotomotiven. Man braucht dabei auch keine große Fotoausrüstung mitschleppen. Ich hatte zwei Zooms für meine Canon EOS 5D Mark IV dabei: 24 – 70 Millimeter und 70 – 200 Millimeter.

Mit dieser Kamera und den beiden Objektiven habe ich auch die Videoaufnahmen gemacht. Zu sehen auf: https://www.youtube.com/watch?v=I66vnD2tWkQ

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter http://www.rubrafoto.co.at

Burgruine Waxenberg – wo einst die Ritter herrschten!

Nach längerer BLOG-Pause habe ich nicht nur meinen BLOG-Namen geändert – ab sofort Rudi’s Bilderwerkstatt – ich war auch wieder einmal mit der Kamera unterwegs. In meiner näheren Umgebung, im Oberen Mühlviertel besuchte ich nach Jahren wieder einmal die Burgruine Waxenberg. Auf einer Anhöhe oberhalb des Ortes Waxenberg thront die ab dem Jahr 1300 von Heinrich I. von Wallsee erbaute Burg. Nach oftmaligem Besitzerwechsel und Umbauten ging Burg Waxenberg 1644 in den Familienbesitz der Starhemberg über. Vorher als Fluchtburg gegen die Gefahren durch die Türken dienend, später um 1626 während der oberösterreichischen Bauernkriege schwer beschädigt. Die heutige, viel besuchte Burgruine Waxenberg hat ein bewegtes Leben hinter sich.

Nach dem 2. Weltkrieg machte es sich 1950 der Kulturverein Waxenberg zur Aufgabe, die Burgruine mit dem 30 Meter hohen Burgfried vor dem völligen Verfall zu retten. Seither wurde dieses weithin sichtbare Kulturdenkmal renoviert und instand gehalten. Zahlreiche Besucher, darunter viele Fotofreunde wissen dies zu danken.

Weithin sichtbar, das beliebte Ausflugsziel Burgruine Waxenberg.
Anstieg zur Burgruine Waxenberg.
Ein lohnendes Ziel für Fotobegeisterte.
Altes Gemäuer, liebevoll restauriert und instand gehalten.
Seit einiger Zeit zu Gast auf der Burgruine Waxenberg: Die „Wächter der Zeit“, ein viel bestauntes Kunstobjekt des Linzer Künstlers Manfred Kielnhofer.
Und noch ein „Wächter der Zeit“.
Beliebtes Ausflugsziel im Oberen Mühlviertel in Oberösterreich: Burgruine Waxenberg.

Ein Ausflug zur Burgruine Waxenberg im Oberen Mühlviertel lohnt sich. Zur Zeit sind auch die „Wächter der Zeit“, gesichtslose Figuren aus dem viel beachteten Kunstprojekt des bildenden Künstlers Manfred Kielnhofer in Waxenberg zu Gast. Viel bestaunt, oft fotografiert, harren die stummen Gestalten im Burghof…..

Infos und Ausflugstipps zur Burgruine Waxenberg findet man auf https://waxenberg.info

Text und Fotos zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter, Rudi#s Bilderwerkstatt, http://www.rubrafoto.co.at