Erinnerungen – die große Flut 2002!

Es war der 8. August 2002 und ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Genau heute vor 20 Jahren begannen Teile Ober- und Niederösterreichs in den Fluten zu versinken. Heute vor 20 Jahren, an besagtem 8. August 2002 – ich war noch als Pressefotograf im Tagesgeschäft tätig – kam frühmorgens der Anruf: „Die Aist hat Schwertberg überflutet!“ Die Aist, ein kleineres Gewässer im Unteren Mühlviertel, konnte die sich aus den Höhen des Bezirks Freistadt heranwälzenden Wassermassen nicht mehr in ihrem Flußbett halten. Zu sehr hatte es in den vergangenen Tagen heftig geregnet.

Die Flutkatastrophe von Schwertberg sollte aber nur der Anfang sein. In den nächsten Tagen öffnete der Himmel immer mehr seine Schleusen. Kleine Bäche wie Mühl, Rodl, Gusen oder die Naarn im hügeligen Mühlviertel wurden zu reissenden Flüssen. Auch im niederösterreichischen Waldviertel, besonders im Kamptal, kam es zu unvorstellbaren Flutkatastrophen. Auch die großen Flüsse wie Donau, Inn, Traun, Enns und Steyr traten aus den Ufern. Große Teile meiner Heimat versanken im Wasser. Und ich als Pressefotograf mittendrin, kam kaum mehr aus der durchnäßten Kleidung heraus.

Mein Einsatzgebiet beschränkte sich auf einen Radius von etwa 60 Kilometer von meinem Büro in Ottensheim aus. Für Flugaufnahmen aus dem Katastrophengebiet hatte ich Gelegenheit, bei einem Erkundungsflug in einem Hubschrauber des Innenministeriums mitzufliegen. Heute nochmals DANKE dafür! Die nächsten zwei Wochen sah ich nur noch Wasser, Schlamm, verzweifelte Flutopfer, schuftendende Feuerwehrmänner und Bundesheersoldaten bei den folgenden Aufräumarbeiten.

Hier zur Erinnerung eine kleine Auswahl meiner damaligen Bilder, die über Agenturnetzwerke von APA, AP und Reuters fast rund um die Welt gingen.

Ein Bild der Verwüstung durch das Hochwasser der Aist in Schwertberg
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild überflutete Straße in Schwertberg.
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild wurde in Perg von den Fluten der Naarn ein LKW von der Straße ins Flussbett gerissen.
Hochwasser führende Waldaist zerstörte Haus in Pregarten (Bezirk Freistadt/OÖ).
Land unter hieß es am Morgen des 8. August 2002 in Schwertberg, nachdem die Aist aus ihren Ufern getreten war.
Hochwasserkatastrophe 2002 in Oberösterreich. Im Bild die Rodl in Rottenegg (Bezirk Urfahr-Umgebung), die sich in einen reissenden Fluß verwandelte und binnen kurzer Zeit den Ort, Bahnhof und seine Umgebung zur Wasserhölle machte. Hier ein hängen gebliebenes Auto auf der überfluteten B 127.
Straßen wurden in kurzer Zeit zu Bächen im oberösterreichischen Machland.
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild großflächige Überflutung des Machland bei Arbing im Bezirk Perg.
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild großflächige Überflutung des Machland bei Arbing im Bezirk Perg.
Überschwemmung durch das Donau-Hochwasser im Raum Alkoven, Bezirk Eferding.
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild großflächige Überflutung in Grein an der Donau.
Überflutung der Mühlkreis-Austobahn bei Ansfelden mit hängen gebliebenen Fahrzeugen.
Aufräumen nach der Flut in Schwertberg.

Aufräumen am Tag nach der Flut in Schwertberg (Bezirk Perg/OÖ).
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild Einsatz von Bundesheer-Soldaten in Schwertberg.

Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild Vermurungen entlang des Pesenbaches bei Bad Mühllacken im Mühlviertel.
Vom reissenden Eschlbach zerstörte Straße zwischen Rottenegg und Eschlberg.
Verwüstet vom Hochwasser der Aist: Eine Produktionshalle der Maschinenfabrik Engel in Schwertberg.
Im Bild Feuerwehrmann im Versorgungseinsatz in Alkoven im Eferdinger Becken.
Pferdekadaver nach großflächiger Überflutung des Machland bei Arbing im Bezirk Perg.

Ich könnte die Bildserie noch weiter fortsetzen, die Bilder von Leid und Tragödien würden sich aber nur wiederholen…….

Text und Fotos des Beitrags: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Wintertraum im Böhmerwald

Wind und Wetter als Landschaftsgestalter! So dachte ich, als ich am Donnerstag dieser Woche, dem einzig schönen, sonnigen Tag, in 13oo Meter Seehöhe am Dreisesselberg ankam. Strahlend blauer Himmel, leichter kühler Wind, herrliches Fotowetter. So habe ich es mir gewünscht, als ich nach Knie-OP und damit verbundener Fotopause endlich wieder meine Canon EOS 5D Mark IV zur Hand nahm.

Wind und Wetter hatten in Verbindung mit viel Schnee die Landschaft an der bayrisch-tschechischen Grenze in ein bizzares Wintermärchen verwandelt. An die vor Jahren von Stürmen und Borkenkäfer-Invasionen zerstörten Baumstümpfe gepreßte Schneeschichten ließen mein Fotografenherz höher schlagen. Eine Landschaft wie im hohen Norden, vielleicht in Lappland. Aber nein, ich stand an der Grenze zum tschechischen Nationalpark Sumava, dem Böhmerwald. Nur eine gute Autostunde von meinem Wohnort Ottensheim in Oberösterreich entfernt.

Die meisten Fotos machte ich mit meinen Zoom-Objektiv 28 – 70 Millimeter. Dazu machte ich mit der 5D Mark IV auch einige Videosequenzen. Das daraus produzierte Kurzvideo ist auf meinem Youtube-Kanal abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=_ubD6CF_DWs

Es war ein herrlicher Fotoausflug auf den Dreisesselberg, mein Knie hielt stand – es war ja auch kein zu anstrengender Fußmarsch – und mit meiner Bildausbeute war ich auch zufrieden. Einige Shots seht ihr hier:

Das war es für heute von meinem ersten Fotoausflug nach langer Zwangspause. Bis zum nächsten mal.

Text und Fotos: Rudi Brandstätter http://www.rubrafoto.co.at

Das Mühlviertel – bildschön!

Den Kamera-Rucksack ins Auto – und hinaus in die Natur! Immer wieder stelle ich fest, dass ich nicht ins weite Land, weit weg von meinem Zuhause reisen muss, um schöne Landschaftsfotos zu machen. Das Gute liegt oft sehr nah. Das habe ich nach längeren Regenperioden in den vergangenen Tagen getan: Unterwegs im Mühlviertel, maximal 60 Kilometer von meinem Wohnort Ottensheim an der Donau entfernt.

Das Mühlviertel – bildschön! Dies nahm ich als Motto und ich kann euch heute einige bildschöne Fotos und ein kurzes Video auf meinem Youtube-Kanal „Rudi’s Bilderwerkstatt“ https://www.youtube.com/watch?v=I66vnD2tWkQ präsentieren. Egal ob das barocke Prämonstratenserstift Schlägl im Oberen Mühlviertel, den „Urwald“ an der Rodlmündung in Ottensheim, die Burgruine Waxenberg oder die wunderschönen Fassaden einiger alter Bürgerhäuser in Mauthausen an der Donau. Oder ganz einfach das bunte Hügelland Mühlviertel.

Das Mühlviertel im Norden Oberösterreichs, eingebettet zwischen Donau und Grenze zu Tschechien, ist ein wunderbares Stück Land. Kleine, schmucke Dörfer, herausgeputzte Städtchen wie Freistadt, und viel Natur und Landschaften. Ideal für Wanderer, für Radfahrer und Biker. Ideal für Erholungssuchende. Natürlich auch ideal für Fotofreunde! Beinahe hinter jedem Hügel findet man Motive. Man muss nur die Augen offen halten.

Hier einige Fotobeispiele zum Thema „Das Mühlviertel – bildschön“.

Na, habe ich zu viel versprochen. Ja ich weiß, Geschmäcker sind verschieden. Und fast jeder von uns findet seine nähere Heimat besonders schön. Trotzdem breche ich immer wieder eine Lanze für das ländliche Mühlviertel mit seinen feinen Plätzchen und Fotomotiven. Man braucht dabei auch keine große Fotoausrüstung mitschleppen. Ich hatte zwei Zooms für meine Canon EOS 5D Mark IV dabei: 24 – 70 Millimeter und 70 – 200 Millimeter.

Mit dieser Kamera und den beiden Objektiven habe ich auch die Videoaufnahmen gemacht. Zu sehen auf: https://www.youtube.com/watch?v=I66vnD2tWkQ

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter http://www.rubrafoto.co.at

Burgruine Waxenberg – wo einst die Ritter herrschten!

Nach längerer BLOG-Pause habe ich nicht nur meinen BLOG-Namen geändert – ab sofort Rudi’s Bilderwerkstatt – ich war auch wieder einmal mit der Kamera unterwegs. In meiner näheren Umgebung, im Oberen Mühlviertel besuchte ich nach Jahren wieder einmal die Burgruine Waxenberg. Auf einer Anhöhe oberhalb des Ortes Waxenberg thront die ab dem Jahr 1300 von Heinrich I. von Wallsee erbaute Burg. Nach oftmaligem Besitzerwechsel und Umbauten ging Burg Waxenberg 1644 in den Familienbesitz der Starhemberg über. Vorher als Fluchtburg gegen die Gefahren durch die Türken dienend, später um 1626 während der oberösterreichischen Bauernkriege schwer beschädigt. Die heutige, viel besuchte Burgruine Waxenberg hat ein bewegtes Leben hinter sich.

Nach dem 2. Weltkrieg machte es sich 1950 der Kulturverein Waxenberg zur Aufgabe, die Burgruine mit dem 30 Meter hohen Burgfried vor dem völligen Verfall zu retten. Seither wurde dieses weithin sichtbare Kulturdenkmal renoviert und instand gehalten. Zahlreiche Besucher, darunter viele Fotofreunde wissen dies zu danken.

Weithin sichtbar, das beliebte Ausflugsziel Burgruine Waxenberg.
Anstieg zur Burgruine Waxenberg.
Ein lohnendes Ziel für Fotobegeisterte.
Altes Gemäuer, liebevoll restauriert und instand gehalten.
Seit einiger Zeit zu Gast auf der Burgruine Waxenberg: Die „Wächter der Zeit“, ein viel bestauntes Kunstobjekt des Linzer Künstlers Manfred Kielnhofer.
Und noch ein „Wächter der Zeit“.
Beliebtes Ausflugsziel im Oberen Mühlviertel in Oberösterreich: Burgruine Waxenberg.

Ein Ausflug zur Burgruine Waxenberg im Oberen Mühlviertel lohnt sich. Zur Zeit sind auch die „Wächter der Zeit“, gesichtslose Figuren aus dem viel beachteten Kunstprojekt des bildenden Künstlers Manfred Kielnhofer in Waxenberg zu Gast. Viel bestaunt, oft fotografiert, harren die stummen Gestalten im Burghof…..

Infos und Ausflugstipps zur Burgruine Waxenberg findet man auf https://waxenberg.info

Text und Fotos zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter, Rudi#s Bilderwerkstatt, http://www.rubrafoto.co.at

Winterspaziergänge im Mühlviertel

Corona-bedingt kein Skiurlaub, daheim im Donaumarkt Ottensheim schließt ein Nebeltag nahtlos an den nächsten an. Also beschloss ich, mich ins höher gelegene Mühlviertler Hügelland zu begeben. Mit Kamera versteht sich. Einige Winterfotos als Abwechslung, um fotografisch nicht ganz aus der Übung zu kommen.

Das Mühlviertel im Norden Oberösterreichs zeigt sich ja recht fotogen. Winterliches Landschaftsfoto in weichem Licht in der Gegend von Eidenberg, verschneites Holzlager am Rande des Sternwalds bei Bad Leonfelden, Skilangläufer und Skiwanderer in der Winterlandschaft sowie die im Mühlviertel traditionellen Steinblosshäuser wie etwa das Freiluftmuseum in Pelmberg. Nahe Freistadt – im Thurytal – besuchte ich ein altes Hammerwerk. Das Mühlrad ist im Winter beinahe schon eine Berühmtheit: Dicke Eiskrusten verzieren es! Verständlich, dass es dorthin immer wieder Fotograf zieht.

Auch ein kleines Video habe ich bei meinen Winterspaziergängen im Mühlviertel gemacht. Zu sehen au. https://www.youtube.com/watch?v=aXQWRu6AhXY

So schön auch Wintertage ohne viel Sonnenschein auch sein können, ich habe lieber die Sonne am blauen Himmel. Aber man kann nicht immer alles haben. Bis bald – mit sonnigen Bildern…..