Mein Fototipp: Der Oswald von Wolkenstein Ritt

Wiehernde Pferde, flotte Ritte, Pferde und Menschen die einander verstehen. Der alljährliche Oswald von Wolkenstein Ritt – in diesem Jahr am 2. Juni in den Dolomitenorten Kastelruth, Seis, Völs am Schlern und vor Schloss Prösels – ist ein spektakuläres Reiterfest und touristisches Highlight in Südtirol. Ländliche Reiterinnen und Reiter zeigen einen Tag lang zusammen mit ihren Pferden ihr Können. Geschicklichkeit ist dabei ebenso gefragt wie Ausdauer und Schnelligkeit. Gilt es doch nach dem morgendlichen Start auf der Trostburg oberhalb von Waidbruck im Wanderritt am Fuße des Schlerns von einer Station zur anderen in oben genannten Südtiroler Orten zu reiten. Und in jedem Ort ist eine reitsportliche Prüfung zu absolvieren. Das große Finale ist dann am Nachmittag der Slalomritt vor Schloss Prösels.

Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Können werden beim 37. Oswald von Wolkensteinritt am Fuße des Schlerns in Südtirol von Mensch und Pferd verlangt. Im Bild Reiterinnen mit Kastelruth im Hintergrund. Foto: rubra
Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Können werden beim 37. Oswald von Wolkensteinritt am Fuße des Schlerns in Südtirol von Mensch und Pferd verlangt. Foto: rubra
Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Können werden beim 37. Oswald von Wolkensteinritt am Fuße des Schlern in Südtirol von Mensch und Pferd verlangt. Foto: rubra
Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Können werden beim 37. Oswald von Wolkensteinritt am Fuße des Schlern in Südtirol von Mensch und Pferd verlangt. Foto: rubra
Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Können werden beim 37. Oswald von Wolkensteinritt am Fuße des Schlern in Südtirol von Mensch und Pferd verlangt. Foto: rubra

Für mich als Fotograf muss ich sagen: Sehenswert, tolle Bilder, einmalig! Verständlich, dass alljährlich tausende Zuschauer dieses toll organisierte Reiterfest verfolgen. Man muss es einmal gesehen haben. Einige meiner Bilder aus dem Vorjahr können vielleicht dazu beitragen, dass du deine Kameratasche nimmst und die Darbietungen besuchst und fotografierst.

Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Können werden beim 37. Oswald von Wolkensteinritt am Fuße des Schlerns in Südtirol von Mensch und Pferd verlangt. Foto: rubra
Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Können werden beim 37. Oswald von Wolkensteinritt am Fuße des Schlerns in Südtirol von Mensch und Pferd verlangt. Foto: rubra
Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Können werden beim 37. Oswald von Wolkensteinritt am Fuße des Schlerns in Südtirol von Mensch und Pferd verlangt. Foto: rubra
Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Können werden beim 37. Oswald von Wolkensteinritt am Fuße des Schlerns in Südtirol von Mensch und Pferd verlangt. Foto: rubra

Noch was: Es sind keine gut bezahlten Reitprofis am Start! Nein, es zeigen Vierer-Teams ihr Können, denen der Reitsport einfach am Herzen liegt. Viele von ihnen kommen aus der Landwirtschaft und beschäftigen sich täglich mit Pferden, aber auch Akademiker, Kaufleute, eben Menschen mit Liebe zum Pferd zeigen ihr beachtliches Können. Und: Immer mehr Frauen sind dabei!

Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Können werden beim 37. Oswald von Wolkensteinritt am Fuße des Schlerns in Südtirol von Mensch und Pferd verlangt. Im Bild das Siegerteam von 2018 aus Ritten. Foto: rubra

Zur Information: Auf der Website des Oswald von Wolkenstein Ritt, https://www.ovwritt.com findet man alle Infos.

Foto zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter http://www.rubrafoto.co.at

Die Bären im Nationalpark Bayrischer Wald

Riesige Waldflächen prägen die Landschaft im Nordosten von Bayern an der Grenze zu Tschechien. Ein beachtlich großer Teil wurde zum Nationalpark Bayrischer Wald erklärt – um jenseits der Staatsgrenze mit dem tschechischen Nationalpark Sumava (Böhmerwald) zu verschmelzen. Ein Landstrich wo der Wald noch Wald sein darf.

Kürzlich besuchte ich das riesige Tier-Freigehege des bayrischen Nationalparks, wo etwa 45 Tierarten leben. Auch Wölfe, Luchse, Wildkatzen, Greifvögel und Braunbären. Genau diese Bären haben es mir angetan. Ich besuchte sie mit der Kamera – selbstverständlich mit einem Objektiv mit langer Brennweite von 300 Millimeter. Die „lieben“ Tiere, Vater und Mutter Braunbär und ihre beiden halbwüchsigen Nachfahren – bewegen sich schließlich in einem großzügig angelegten Revier. Aber sie haben ein Lieblingsplatzerl – einen Teich genau vor der Besuchergalerie. Verständlich, dass sie da nicht nur für mich die Objekte der Begierde waren. Obwohl sie sich lange Zeit ließen, ehe sie sich zum Nachmittagsbad entschieden.

Braunbär im Freigehege des Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra
Bären im Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra
Braunbär im Freigehege des Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra
Braunbär im Freigehege des Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra
Braunbär im Freigehege des Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra
Braunbär im Freigehege des Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra
Braunbär im Freigehege des Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra
Braunbären im Freigehege des Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra
Braunbär im Freigehege des Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra
Braunbär im Freigehege des Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra
Braunbär im Freigehege des Nationalpark Bayrischer Wald. Foto: rubra

Ein Ausflug in den bayrischen Landkreis Freyung lohnt sich auf jeden Fall. Man sollte allerdings genug Zeit einplanen, denn die Wegstrecken zwischen den einzelnen Station haben es in sich. Allerdings bewegt man sich auf gepflegten Wegen, die großteils auch mit Kinderwage und Rollstuhl zu bewältigen sind. Ich wünsche viel Spass bei den Tieren im Nationalpark Bayrischer Wald.

Wenn die Masken Venedig regieren!

Der Carneval in Venedig und seine glamourösen, fantasievollen Masken sind alljährlich ein Highlight für Fotografen.

Dieser Tage startet wieder der traditionelle Carneval in Venedig. Die grandiosen Masken regieren wieder zwei Wochen lang die italienische Lagunenstadt. Fantasievoll, prächtig, bezaubernd, undurchschaubar! Ein Traum für Fotografen. Wenn man den Trubel, das Gedränge auf dem und rund um den Marcusplatz verträgt. Platzangst sollt man nicht kennen.

Ich habe einmal ein Tag lang die Szenerie über mich ergehen lassen. Die Maskierten sind ja sehr zuvorkommend. Sie posieren, halten inne, wenn die Kameras auf sie gerichtet werden. Die Maskierten genießen ihre Auftritte. Schon eher unangenehm sind die Touristen, wenn es darum geht, Fotos von den Darstellern zu machen. Da wird gedrängt, dass man sich manchmal fragt, ob diese Leute kein Benehmen haben oder meinen, die Masken könnten sich sogleich in Luft auflösen und sie kein Bild mehr erhaschen.

Zur Eröffnung des Carnevals schwebt ein „Engel“ auf den Marcusplatz.

Ich selbst war in der Nacht im ÖBB-Schlafwagen aus Linz direkt an den Canale Grande angereist und habe einen langen Tag (knapp 13 Stunden) im Gedränge von Venedig verbracht. Am Abend sank ich todmüde wieder ins Bett des Nachtzugs nach Linz.

Tagsüber ließ ich mich über den Marcusplatz schieben, verfluchte so manchen Drängler, machte schöne Bilder, trank völlig überteuerten italienischen Wein. Es war ein Erlebnis! Eigentlich benötigte ich dabei nur zwei Objektive: Ein Weitwinkel (17 – 40 Millimeter Brennweite) und das lange Zoom (70 – 200 Millimeter). Einen Blitz sollte man für den Ausgleich der variierenden Lichtverhältnisse nicht vergessen.

Also, wer noch kurz entschlossen sich ins Getümmel von Venedig stürzen will: Der Carneval in Venedig läuft vom 23.02. bis 05.03.2019. Viel Spass dabei….

Wintertage!

Winter und Fotografie! Ja, es kann dabei sehr kalt werden, aber es gibt auch schöne Bilder…

Zuerst tagelang Schlechtwetter und Schneefall, dann eisig kalt! Ich gebe offen zu, in den letzten Wochen nicht gerade vor Motivation für Fototouren gestrotzt zu haben. Bin eher – oder ganz sicher – ein Schönwetter-Fotograf. Aber vor einigen Tagen war ich mit der Kamera wieder einmal im Mühlviertel, meiner engeren Heimat, unterwegs. Viel Schnee, saukalt und tiefwinterlich im Skigebiet Hochficht im Böhmerwald – zwei Tage zuvor herrliche Sonnenuntergangsstimmung im mittleren Mühlviertel. Zwei völlig konträre Stimmungen. Aber in meinen Augen beides schön! Seht euch einfach die Bilder an. Vielleicht animieren sie, die Kamera zu nehmen, hinaus zu gehen, durch den Sucher zu blicken und auf den Auslöser zu drücken. Es lohnt sich. Viel Spass dabei!

Freue mich schon auf 2019!

Das Jahr 2018 ist bald Geschichte, 2019 scharrt schon in den Startlöchern. 2018 war für mich ein gutes Jahr: Schöne Fototouren, gute Bildausbeute und sonst hat auch alles gepasst! Dennoch freue ich mich schon auf 2019: Zwar wieder ein Jahr reifer (älter sagen andere), aber ich habe fotografisch wieder einige vor.

Deshalb wünsche ich allen Lesern meines Blogs: Ein frohes Weihnachtsfest und – ganz wichtig – die besten Wünsche für ein tolles, interessantes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2019!!!

Höllisches Treiben im Salzkammergut

Mehr als 1000 Krampusse und Perchten trieben am Freitag, 07.12.2018 ihr „Unwesen“ beim traditionellen Salzkammergut-Krampuslauf in Bad Goisern, Oberösterreich. Foto: rubra

Schaurig, schön, laut, höllisch – Die vergangenen Tage waren Höhepunkte für Krampus- und Perchtenläufe. Tolle Masken, zottelige Verkleidungen, Pyrotechnik, Rauch, Glockengebimmel – all das lockte mich zu einem der Höhepunkte der Krampusszene in Oberösterreich: Der 20. Salzkammergut Krampus- und Perchtenlauf in Bad Goisern!

Eine relativ kurze Brennweite auf meine Canon EOS 5D MarkIII – auf den Lärmschutz für meine Ohren hatte ich vergessen – und einen Aufsteck-Blitz zum Aufhellen der dunklen Masken. Trotzdem brauchte es relativ lange Belichtungszeiten, um die Krampusse und Perchten in Einklang mit dem oft durch Pyrotechnik aufgehellten Hintergrund zu bringen. Natürlich gelingt dabei nicht jedes angedachte Foto. Mit Ausschuss muss man rechnen. Aber es war lustig inmitten der „rauen Gesellen“, die sich als sehr kooperationsfreudig für die Fotografen zeigten. Gerne posierten sie vor der Kamera! Nur manchmal gab es eine kleine Streicheleinheit mit den Ruten. Und von Ausschreitungen, wie es in den Medien gerne berichtet wird, war nichts zu sehen. 

Höllische Stimmung auf dem Marktplatz von Bad Goisern.       Foto: rubra
Gruselige Maske.    Foto: rubra

Zum Fürchten!    . Foto: rubra

Zotteliger Geselle!      Foto: rubra

Eine schöne Veranstaltung, die die Freiwillige Feuerwehr Bad Goisern wieder organisiert wurde. Es war bereits der  20. Salzkammergut Krampus- und Perchtenlauf! Und die 2500 Zuschauer dankten es mit viel Applaus. Mein Tipp: Nächstes Jahr am 07. Dezember nach Bad Goisern fahren und den „höllischen Gesellen“ zusehen!

Fotos, Fotos, Fotos.       Foto: rubra

Schaurig schön, Krampus in Bad Goisern.      Foto: rubra

Posing für den Fotograf.     Foto: rubra

Mehr als 1000 Krampusse und Perchten trieben am Freitag, 07.12.2018 ihr „Unwesen“ beim traditionellen Salzkammergut-Krampuslauf in Bad Goisern, Oberösterreich. Foto: rubra

Fotografischer Spaziergang im Cumberland Wildpark Grünau

Ein traumhaft schöner Herbsttag im oberösterreichischen Almtal! Die Mischwälder entlang des Almsees wetteiferten mit ihrer herbstlichen Farbenpracht und spiegelten sich wie auch die Sonne im glasklaren Seewasser. Ein Tag zum genießen! Mich zog es aber diesmal in den Cumberland Wildpark nahe Grünau im Almtal. Erstmals besuchte ich diesen seit den 1970er-Jahren bestehenden Tierpark. Etwa 60 Hektar Gesamtfläche, ca. 500 Tiere inklusive der vielen Graugänse aus dem Konrad Lorenz  Forschungszentrums.

Es war ein Wochentag, der Besucherstrom hielt sich in Grenzen. Ich schlenderte über die gut begehbaren Wege – auch für Rollstuhl oder Kinderwagen bestens geeignet – durch das weitläufige Gelände. Nur mit meiner Kamera und einem einzigen Objektiv, dem Zoom mit 70 bis 200 Millimeter Brennweite, dabei. Und die Tiere zeigte sich Großteils sehr „kamerafreundlich“.

Als erste „Models“ zeigten sich die Braunbären. Wie auf Kommando begannen sie sich für mich zu bewegen. Heraus aus dem Wald, Blicke nach links, nach rechts, wie bestellt. Spätestens da dachte ich: Das 300er-Teleobjektiv wäre für Bären-Porträts ganz gut gewesen. Aber ich wollte es mir ja leicht machen an diesem Herbsttag. So ganz ohne großes Gepäck.

Vorbei an den Graugänsen schlenderte ich weiter: Die putzigen Waschbären, Schneeeulen, ein ganz „gesprächiger“, eitler Uhu, Wildkatzen und toll posierende Luchse. Das Luchs-Gehege ist weitläufig und bietet den Tieren schöne Routen für ihre „Wanderungen“ sowie eine Aussichtsplattform – ganz nahe an den Besucherhütten! Prächtige, fotogene Tiere, die sich da im herbstlichen Laubwald für tolle Aufnahmen präsentierten. Ein toller Tag, ich war zufrieden. Obwohl mich die Steinböcke völlig ignorierten: Sie genossen in ihrem Felsgarten die Sonnenstrahlen – und ich sah nur die Hörner.

Tierfreunden und Familien darf ich einen Ausflug in den Cumberland Wildpark Grünau (http://wildparkgruenau.at/)empfehlen. Für Freunde der Fotografie ein MUSS, den Weg ins schöne Almtal anzutreten. Übrigens: Der Wildpark ist ganzjährig geöffnet…..

Alle Fotos zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter  —   http://www.rubrafoto.co.at/