Rundblicke vom Col Rodella

Der Herbst naht und damit eine der schönsten Jahreszeiten für Fotografen. Da möchte ich auf einen Berg in den Dolomiten hinweisen, wo man gemütlich übernachten kann und von tollen Fotomotiven umgeben ist: Entweder zu Fuß vom Sellapass aufsteigen – oder bequem von Campitello im Fassatal mit der Gondel fast bis zur Haustür des Rifugio des Alpes (http://www.rifugiodesalpes.it/)auf knapp 2.500 Meter Seehöhe: Der Col Rodella!

Ich war kürzlich dort oben, wo sich im Sommer Wanderer und Mountainbiker tummeln und im Winter Skifahrer ihre Schwünge ziehen. Die Aussicht rundherum sagenhaft: Das Gletschergebiet der Marmolata zum Greifen nahe, Sass Pordoi, Sellastock, die Langkofelgruppe in voller Pracht. Steigt man vom Rifugio des Alpes noch etwa 70 Höhenmeter hinauf zum Gipfel des Col Rodellas, erlebt man den Blick hinüber zum Schlern und auf die Rosszähne am Rande von König Laurins Rosengarten.

Am Morgen der Sonnenaufgang über Sellastock und Sass Pordoi, am Abend im tollen Gegenlicht Schlern und Rosszähne. Mit Objektiven von 24 bis 200 Millimeter Brennweite hat man die wunderschöne Dolomiten-Landschaft „im Griff“. Aber wieso erzähle ich das? Macht euch selbst ein Bild davon. Die kommenden Wochen wollen genützt werden.

Alle Fotos dieses Beitrag: Rudi Brandstätter  —   http://www.rubrafoto.co.at

 

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Auf der Seceda: Murmeltiere pfiffen mir was…..

Im Kamerarucksack – extra für die Murmeltiere – ein schweres Canon-Teleobjektiv mit 300 Millimeter Brennweite. Aber? Oben beim Gipfelkreuz jede Menge Wanderer – aber kein Murmeltier zu sehen!

Die Seceda, „the sunny side of Val Gardena“ – im Winter ein toller, weitläufiger Skihang, im Sommer beliebt bei Wanderern und Bergfreunden. Und beliebt bei Fotografen! Die Seceda (http://www.seceda.it) ein sonniges, südseitiges Almgebiet hoch über dem Grödner Tal am Rande des Naturparks Puez-Geisler. Mit einigen netten Hütten mit freundlichem Personal sowie traditionellen Südtiroler Schmankerln für die Gaumenfreuden. Und: Ein Murmeltier-Paradies!

So kam ich über Col Raiser-Gondelbahn, Seceda-Sessellift und kurzem Fußweg auf knapp über 2500 Meter Höhe an. Im Kamerarucksack – extra für die Murmeltiere – ein schweres Canon-Teleobjektiv mit 300 Millimeter Brennweite. Um den Murmel nicht zu nahe kommen und sie trotzdem formatfüllend zu fotografieren. Tierfotos aus der freien Natur sind immer gefragt.

Aber? Oben beim Gipfelkreuz jede Menge Wanderer – aber kein Murmeltier zu sehen! Es war den putzigen Tierchen einfach zu laut, zu hektisch rund um ihre „Wohnhöhlen“. Pfeifen hörte ich sie immer wieder. Aus verschiedenen Richtungen. Das waren die Warnsignale der Wächter, wenn sie eventuelle Gefahr spüren. Ein Pfiff und Familie Murmeltier ist nicht mehr zu sehen.

Ich bin mittlerweile ja ein recht geduldiger Mensch geworden – war ja nicht immer so. Aber an diesem Tag verging mir irgendwann die Lust und ich tröstete mich mit ein paar Landschaftsfotos. Statt Teleobjektiv  kam ein mittleres  (24 – 70 mm) Weitwinkel zum Einsatz. Die Blumenwiesen auf der Seceda und die Geisler Spitzen sind ja auch nicht ohne! Die Murmeltiere, die mir diesmal im wahrsten Sinne des Wortes etwas gepfiffen haben, werde ich wieder besuchen. An einem Tag im Frühsommer, wenn der Berg noch nicht überrannt von Wanderern ist. Aber dann werde ich wohl einen längeren Fußmarsch in Kauf nehmen müssen, denn zu dieser Zeit ist der bequeme Sessellift noch ausser Betrieb.

Alle Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter – http://www.rubrafoto.co.at

Die zwei Gesichter von König Laurins Rosengarten

 

Landschaftsfotografen müssen ausdauernde Wanderer sein. Stimmt nicht ganz, behaupte ich. Als „fauler Landschaftsfotograf“ war ich kürzlich im Trentino und in Südtirol unterwegs: Die verschiedenen „Gesichter“ von König Laurins Rosengarten haben es mir angetan. Am frühen Vormittag von Vigo di Fassa mittels Gondelbahn recht flott hinauf auf 2000 Meter Seehöhe, auf den Ciampedei. Grüne Wiesen, Wälder und das tolle Panorama des Rosengartens. Den Titel UNESCO-Weltnaturerbe trägt der Rosengarten zurecht. Steile Felshänge für waghalsige Kletterer, oder schöne Wanderwege am Fuße der Vajolet-Türme oder der Rosengartenspitze Cima Catinaccio. Der Rosengarten bietet beides.

Die Gipfel des Rosengartens zeigen sich am Vormittag im Sonnenlicht. Gut ausgeleuchtet, aber fotografisch nicht wirklich spektakulär. Aber doch schön: Im Vodergrund grüne Almwiesen und Zirbenwälder, oberhalb der Bergspitzen tiefblauer Himmel. Hat schon seine Reize.

Die Klassiker der Rosengarten-Fotos sind allerdings jene am frühen Abend von der gegenüber liegenden Seite: Von Tiers bzw. Sankt Zyprian! Da muss man einfach hin. Ist ja nicht weit. Von meinem Quartier dem Hotel des Alps in Soraga (http://www.hdesalps.it) über den Karerpass und Nigerpass ist man in etwa 35 Minuten bei dem kleinen Kirchlein aus dem 15. Jahrhundert zwischen Sankt Zyprian und Tiers. Für mich „der Standplatz“ für die abendlichen Rosengarten-Bilder. Zu empfehlen für diesen Fotopoint: Objektive zwischen 70 und 300 Millimeter Brennweite. Und natürlich ein gutes Stativ.

Mit etwas Glück, wenn die Luftfeuchtigkeit passt, tauchen Vajolet-Türme, Cima Catinaccio und Co. kurz vor Sonnenuntergang in wunderschönes Rot. Der Traum eines Landschaftsfotografen. Ohne viel Filter-Zauberei schöne Bilder. Bilder, die sich Bergfreunde gerne an ihre Wohnzimmerwände hängen, Bilder die Tourismusmanager erfreuen, Bilder für Medien, Bilder wie Gemälde!

 

Ich kann eine Fototour zum Rosengarten in den Dolomiten nur empfehlen. So wie für mich die Dolomiten insgesamt ein Paradies für Fotografen sind.

Fotos in diesem Beitrag: Rudi Brandstätter    http://www.rubrafoto.co.at

 

Der Latemar

Vor einige Tagen in den Südtiroler Dolomiten, das Wetter pendelte zwischen Sonnenschein, weissen Sommerwolken über den Bergen und Gewitterneigung. Keine gute Gelegenheit für lange Fußwege zu irgendwelchen Fotopoints. Also am späten Nachmittag von Völs am Schlern hinüber nach Tiers und rauf auf den Nigerpass. In voller Breite präsentierte sich vor mir der Latemar – mit hellen Wolken über seinen bizarren Spitzen. Aber mit einer saftigen Almwiese im Vordergrund gar nicht schlecht.

Vor einige Tagen in den Südtiroler Dolomiten, das Wetter pendelte zwischen Sonnenschein, weissen Sommerwolken über den Bergen und Gewitterneigung. Keine gute Gelegenheit für lange Fußwege zu irgendwelchen Fotopoints. Also am späten Nachmittag von Völs am Schlern hinüber nach Tiers und rauf auf den Nigerpass. In voller Breite präsentierte sich vor mir der Latemar – mit hellen Wolken über seinen bizarren Spitzen. Aber mit einer saftigen Almwiese im Vordergrund gar nicht schlecht.

Viel besser sah es nach 10 Autominuten am Karersee aus. Ein Pflichtstopp für jeden Fotointeressierten. Allerdings erst Nachmittags, am besten gegen Abend – wegen des Lichteinfalls. Wenige Schritte vom Parkplatz hinunter zum Seeufer. Ideal für mich als „faulen“ Landschaftsfotograf! Und was bot sich meinen Augen? Tiefblauer See – gespeist aus klaren Quellen des Latemar-Gebirgszugs, in dem sich der noch in heller Sonne stehende Latemar spiegelte – herrlich!

Weitwinkel, braucht kein extremes sein, 21 bis 24 Millimeter Brennweite reichen – und schon ist man mittendrin im wahren Fotoleben. Da können sie entstehen, die Fotos für Kalender, Poster oder anderen Illustrationen.  Freilich wird man an diesem Fotopoint im Eggental nie alleine sein. Aber wenn man so gegen 19 Uhr – im Hochsommer noch später – an den Karersee nahe Welschnofen kommt, sind die Bustouristen schon längst weg. Da trifft man nur noch auf ein paar Enthusiasten. Und dafür ist Platz genug.

Also: Wenn du irgendwann in den Dolomiten unterwegs bist: Karersee mit Latemar sind ein Pflichtstopp! Mehr Infos findest du auf http://www.suedtirolerland.it/de/highlights/natur-und-landschaft/seen-in-suedtirol/karersee/

 

 

Pferdesport unterm Schlern: Der Oswald von Wolkenstein Ritt

Pferde wiehern, Hufe klappern, Reiterinnen und Reiter schwitzen! Ein besonderes Ereignis hat mich diesmal mit der Kamera an den Fuße des mächtigen Schlerns in Südtirol gezogen: Der 36. Oswald von Wolkenstein Ritt!

Ein spektakuläres Ereignis, das 36 4er-Teams – viele bestehend aus Frauen und Männern sowie zwei „Frauschaften“ – und tausende Zuschauer beginnend um 7 Uhr früh den ganzen Tag in den Bann zieht. Start des ersten Teams um 7 Uhr bei der Trostburg oberhalb von Waidbruck mit einem Wanderritt nach Kastelruth zum ersten „Spiel“.

Ringstechen nennt sich dieses Spiel, bei dem auf einem Rundkurs in vollem Ritt eine Holzlatte durch Ringe gestochen werden muss. Reiterliches Können ist ebenso gefragt wie präzise Geschicklichkeit! Dieses Paarung bleibt den ganzen Tag über gefragt.

In Seis heißt es: Die Teams reiten nebeneinander – eine Stange festhaltend eine enge Strecke mit Kurve möglichst schnell und keiner darf dabei die Holzlatte los lassen. Dazu noch Einzelritte durch ein Labyrinth. Höchste Konzentration wird Pferd und Mensch abverlangt. Aber das bunt gemischte Reitervölkchen – von der Bäuerin über den Architekt zum Musiker – liebt ihren Sport und trainiert das ganze über dafür: Für die Teilnahme am Oswald von Wolkenstein Ritt!

Viel Geschick wird am Parcours entlang des Völser Weihers verlangt. Um schließlich im Finale auf Schloss Prösels einen Slalom zu reiten. Wieder ist Schnelligkeit gefragt – und jedes zu feste Berühren einer Torstange wird mit dem Klingeln einer Glocke, vor allem aber mit Strafsekunden geahndet.

Ein tolles Fest für die Freunde des etwas anderen Pferdesports. Die Teilnehmer legen in zirka 9 Stunden knapp 30 Kilometer zurück, weil sie ja die Verbindungsstrecken zwischen den vier Stationen als Wanderritte zurücklegen. Eine echte Herausforderung. Und es gab auch ein Sieger-Team: Das Team aus Ritten mit Paul Taferner, Hansjörg Tauferer, Claudia Putzer und Oliver Nocker strahlte nach vier Stationen als Sieger mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,44 Sekunden auf Kastelruth Dorf!

Ich begleitete den 36. Oswald von Wolkenstein Ritt mit der Kamera. Als ehemaliger Sportfotograf hatte ich viel Spass daran, nach einigen Jahren wieder einmal richtige Action vor die Optik zu kriegen. Kurze Belichtungszeiten, schneller Finger am Auslöser, es hat Spass gemacht. Als Fotograf kann ich diese Veranstaltung nur weiter empfehlen. Die Organisatoren bieten den Zuschauern reibungslose, kostenlose Bustransfers zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten. Allerdings darf man nicht unter Platzangst leiden, denn die Arenen sind stets knallvoll! Verständlich sage ich!!!

Der 37. Oswald von Wolkenstein Ritt am Fuße des Schlerns ist auch schon terminisiert: 31.05.2019 bis 02.06.2019. Mehr Infos auf  http://www.seiseralm.it/de oder http://ovwritt.com

Alle Fotos: Rudi Brandstätter, http://www.rubrafoto.co.at

 

Und täglich grüßt der Langkofel

Der Langkofel – oder italienisch Sassolungo – ist nicht zu übersehen, wenn man im Grödnertal oder im Fassatal unterwegs ist. Der Langkofel läßt grüßen! So geschehen auch vor einigen Tagen, als ich wieder einmal die traumhaften, stets bestens gepflegten, Südtiroler Skipisten (http://www.dolomitisuperski.com) unsicher machte. Wie schon oft machte ich Quartier im Hotel Überbacher in St. Peter/Lajen (http://www.ueberbacher.com). 

Und wie fast immer, wenn ich bei den Überbachers absteige: Zimmer mit Balkonblick auf den die Gegen prägenden Langkofel! Verständlich, Fotos vom „Kofel“ zu verschiedenen Zeiten zu schießen: Einmal morgens, dann abends, aber einmal auch bei nichts so schönem Wetter, der Langkofel steigt aus dem Morgennebel. Wie gesagt: Täglich grüßt der Langkofel. Was sagt uns das? Man kann als „fauler“ Landschaftsfotograf (http://www.rubrafoto.co.at) auch vom Hotelbalkon aus Bildgeschichten fotografieren. Was aber nicht heißt, dass ihr euch nicht hinaus in die freie Natur begeben solltet, um schöne Bilder zu komponieren.

Allerdings durfte der „Gegenschuss“ nicht fehlen: Der Sassolungo – oder wie die Ladiner sagen, der Saslonch – gesehen vom Belvedere, dem beliebten Skiberg oberhalb des Fassatals (http://www.fassa.com). 

 

Frohe Weihnachten, Prosit 2018!

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Es war für mich ein schönes Jahr….

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Es war für mich ein schönes Jahr, in dem ich mich noch mehr mit Landschafts- und Naturfotografie befasste. In aller Ruhe, ohne Stress. Ich war in Südtirol, besuchte so manches schöne Fleckerl in meiner Heimat Oberösterreich:  Mühlviertel, Almtal, Stodertal, Ausseer Land und einiges mehr – das Land kann sich sehen lassen, es gibt viele fotogene Platzerl.  Zahlreiche Fotos fanden Eingang in die Vertriebsnetze internationaler Bildagenturen oder wurden von heimischen Medien veröffentlicht. 2018 werde ich diese Art der Fotografie noch intensivieren.

Vorerst lasse ich aber das Jahr 2017 ausklingen, ein wenig Ski fahren, wenn das Wetter passt. Denn ich bin ein Schönwetter-Skifahrer – so wie auch ein Schönwetter-Fotograf. Weshalb ich mich schon sehr auf die nächsten Schönwetter-Winter-Fototouren freue.

Vorerst aber: Frohe Weihnachten, Prosit 2018 und viel Freude, Spass und Erfolg im neuen Jahr!

http://www.rubrafoto.co.at