Zurück in die Zukunft – schwarzweiss!?!

Der Wechsel vom Winter in den Frühling – für mich nicht wirklich die Zeit, auf Fototouren zu gehen. Die Wiesen noch nicht grün, die Blumen zeigen erst ihre Knospen. Da fehlt mir die Motivation, meinen Kamerarucksack zu packen und hinaus zu gehen. Ganz abgesehen von den ganzen Reisebeschränkungen infolge der Corona-Pandemie.

Trotzdem melde ich mich heute wieder einmal mit meinem BLOG: Ich habe mich an den Mac gesetzt und bunte Bilder aus meiner Produktion vergangener Zeiten in schwarzweiss umgewandelt. Ein paar Regler der RAW-Filter verschoben, ein wenig in die Trickkiste gegriffen und schon gibt es interessante Ergebnisse. Gar nicht wenige Fotofreunde finden ja schwarzweiss-Fotos viel interessanter als farbenfrohe Werke. Geschmacksache finde ich – aber es ist sicher was dran!

Ich persönlich habe keine wirklichen Präferenzen. Beide Komponenten haben meiner Meinung nach ihre Reize: Bunt oder mystisch – mir gefällt beides! Habe ich doch vor mehr als vier Jahrzehnten mit schwarzweiss-Fotografie meine „Laufbahn“ als Pressefotograf gestartet.

Hier sind einige meiner im Adobe Photoshop umgewandelten „Werke“.

Textbeitrag und alle Fotos von Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Bilder für die eigenen vier Wände erhältst du im Shop meiner Posterpartner auf: https://www.ohmyprints.com/de/kuenstler/Rudolf-Brandstaetter/42240

Fotospot Nationalpark Sumava – der Böhmerwald

Noch ist es Herbst, aber der Winter steht schon fast vor der Tür im Böhmerwald – im Dreiländereck Österreich, Deutschland, Tschechien in einer Seehöhe zwischen 900 und 1330 Metern. Ein beliebtes Wandergebiet im Sommer und Herbst, im Winter rund um den Hochficht bei Klaffer im oberösterreichischen Mühlviertel ein familienfreundliches Skiressort, auf bayrischer Seite mit dem Dreisesselberg beliebt bei Skitouren-Gehern und Schneeschuhwanderern.

Bevor aber der Winter sich breit macht, noch einige Tipps für herbstliche Fototouren im Böhmerwald. In Tschechien ist es der Nationalpark Sumava. Dieser Nationalpark Sumava ist ein Naturschutzgebiet mit tausenden toten Bäumen. Der Wald starb vor Jahren nach schweren Sturmschäden und anschließendem „Überfall“ durch den Borkenkäfer. Denn entsprechend dem tschechischem Naturschutz durften damals die Sturmschäden im Nationalpark nicht aufgearbeitet werden. Die Natur darf sich selbst reparieren.

Für manche Naturliebhaber brutal anzusehen, diese kahlen Baumstämme. Für Fotografen allerdings recht interessant! Entwurzelte Baumriesen, von Borkenkäfer-Schwärmen zerfressene Fichten. Tote Bäume entlang der einstigen Todeszone, dem Eisernen Vorhang zwischen Ost und West. Man muss das gesehen haben.

Von wo aus starte ich eine Böhmerwald-Fototour? Mit dem Auto bis zum Parkplatz unterhalb des Dreisesselbergs in Bayern – und man ist schon fast mittendrin in der atemberaubenden Urlandschaft des Nationalparks Sumava. Vom Gipfel des Dreisesselbergs hat man einen fantastischen Ausblick im Westen über den Bayrischen Wald, über Nordost bis Osten hat man den tschechischen Teil des Böhmerwaldes vor sich und in Richtung Ost-Südost streift der Blick Richtung Österreich. Interessant für detailreiche Bilder ist der Weg entlang der bayrisch-tschechischen Grenze Richtung Osten, als Richtung der Dreiländermark Deutschland-Österreich-Tschechien.

Oder man parkt das Auto im oberösterreichischen Oberschwarzenberg und wandert von dort Richtung Steinernes Meer und Dreiländermark. Eine weitere Möglichkeit ist eine Wanderung vom Skigebiet Hochficht in Richtung Dreisesselberg. Die Routen sind gut markiert. Ein Tipp für Fotofreunde: Beim Gewicht des Fotorucksacks kann gespart werden. Kamera und kürzere Objektive – Weitwinkel und ein kleines Tele oder Zoom bis 135 Millimeter Brennweite reichen. Vor allem sollte man sich aber Zeit nehmen. Am besten eine Tagestour einplanen. Allerdings: Verpflegung und Getränke nicht vergessen. Man ist in der „Wildnis“! Auch das Berggasthaus Dreisesselberg hat Urlaubssperre. Auf österreischer Seite sind die Gasthäuser derzeit Corona-bedingt ohnedies geschlossen. Aber: Es gäbe in dem von mir empfohlenen Gebiet ohnedies keine „Labestationen“!

Also auf in den Böhmerwald, in den Nationalpark Sumava. Ich wünsche noch nebelfreie Sonnentage. Und noch etwas: Reisepass nicht vergessen, man bewegt sich als Grenzgänger!

Infos: https://www.boemerwald.at. http://www.dreisessel.com. http://bergwelten.com

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter. http://www.rubrafoto.co.at

Was macht ein Fotograf im „Unruhestand“? – Er fotografiert!

Hochwasserkatastrophen, Eisenbahnunglück, Israels Ministerpräsident Netanyahu im ehemaligen KZ Mauthausen, Antiatom-Demos, fotografische Wahlkampfbegleitungen, Olympische Winterspiele, Skiweltcup, oder ganz einfach österreichische Fußball-Bundesliga. Jahrzehnte lang war das mein täglich Brot, mein fotografisch täglich Brot. Spannend, aufreibend – und doch befriedigend!

Ja, ich habe viel erlebt in meiner beruflichen Laufbahn. Was in den 1970er-Jahren ganz bescheiden begann, reifte schließlich zu einer richtigen Firma heran. Zwei Angestellte, gute, treue Kunden. Tageszeitungen, Magazine und Agenturen wie APA, AP oder REUTERS, politische Parteien und PR-Agenturen. Und ich durfte viele interessante Leute kennen lernen. Den späteren Bundespräsident Heinz Fischer, einige Bundeskanzler, Landshauptleute sowieso. Und Sportgrößen wie Hermann Maier, Stephan Eberharter (ein ausgesprochen sympathischer Mensch!!!), Skispringer Andreas Goldberger hatte ich schon als 14-jährigen vor der Kamera und für den späteren Slalom-Olypiasieger Thomas Stangassinger schoss ich eine seiner ersten Autogrammkarten. Stammkundinnen waren auch die „Golden Girls“ im Skizirkus: Renate Götschl, Alexandra Meissnitzer und Michaela Dorfmeister, für deren Kopfsponsor-Fotos ich lange Zeit zuständig war. Eine tolle Zeit! In der nicht immer der Stress das Sagen hatte, sondern auch Zeit für Plaudereien blieben. Das ist heute im Spitzensport ganz anders.

40 Jahre Pressefotografie sind genug. Ich war dabei, habe viel erlebt, viel dokumentiert, viele Bildreportagen abgeliefert. Schon vor meinem Pensionsantritt habe ich Neues entdeckt. Die Natur ist nun in meinem „Unruhestand“ mein neuer „Schauplatz“.

Meine Gewerbeberechtigung habe ich ja vor einiger Zeit zurückgelegt. Jetzt bin ich „Fotokünstler“. Weil ich als langgedienter Fotograf nicht einfach die Kamera in einem Eck verstauen kann. Nichts mehr machen, jeden Vormittag bei irgendwelchen Stammtischen sitzen? Das schaffe ich nicht. Obwohl ich nichts gegen Stammtisch-Runden und gesellige Plaudereien an der Bar habe. Was derzeit ja leider Corona-bedingt alles nicht möglich ist.

Ich wurde zum Schönwetter-Fotograf. In meinem Heimatland Oberösterreich, aber immer wieder gerne in den Südtiroler Bergen. Auch wenn ich kein Bergfex bin. Aber es gibt ja auch Seilbahnen, die mich zumindest in die Nähe schöner Fotopoints bringen! Ich liebe die Farben der Natur, was euch ein kleiner Auszug aus meiner „neuen Arbeit“ zeigen soll.

Nach Jahrzehnten stressiger, aber doch sehr schönen fotografischer Tätigkeit kann ich euch nur sagen: Nehmt eure Kamera, geht hinaus und fotografiert! Ich mache es und freue mich, wenn meine Partneragenturen einige meiner Landschaftsbilder in ihrem Portfolio haben. Für Wandfotos, Kalender, Poster oder T-Shirt-Prints. Und natürlich gebe ich hier auf meinem Blog gerne Ratschläge zur Fotografie oder beeindruckenden Fotoplätzen. Ich bleibe in Bewegung. Vielleicht trifft man sich einmal irgendwo: Auf der Seiser Alm in Südtirol, auf der Seceda oder bei den 3 Zinnen. Oder bei mir daheim im wunderschönen Oberösterreich.

Hier noch ein Hinweis auf meine Partneragenturen und ihre Online-Shops:

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Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter. http://www.rubrafoto.co.at

Bilder unter dem Christbaum

Noch sind es sieben Wochen bis Weihnachten. Eine lange Zeit? Würde ich nicht sagen, denn die Zeit bis zum 24. Dezember vergeht wie im Flug! Deshalb schon jetzt an passende Weihnachtsgeschenke denken. Und ich hätte da eine Idee: Wie wäre es in diesem Jahr mit beeindruckenden Bildern unter dem Weihnachtsbaum? Bilder für die Wohnung, Bilder für die vier Wände. Gedruckt auf Künstlerleinwand, auf Aluminiumplatten, auf Acrylglas, oder auf hochwertigem Fotopapier? Es gibt viele Möglichkeiten, mit edlen Fotos Freude zu schenken.

Ja, heute mache ich Werbung in eigener Sache: Schaut rein bei meinem Shop-Partner für Wandfotos https://www.ohmyprints.com/de/Wintertraum-im-Boehmerwald-Tief-verschneite-Landschaft-Schnee-Winter-Sonne–/93/view/502512?mediumId=1&size=50×70

Bilder in verschiedenen Größen – von klein bis supergroß! Meine Fotos gibt es bei ohmyprints in Größen für jeden Bedarf. Kleine, feine Bilder für die kleine Geldbörse, Großfotos auf edlem Material zu erschwinglichen Preisen!

Hier ein kleine Auswahl meiner Landschaftsfoto:

Diese sind nur einige Bilder, die Farbe in deine vier Wände bringen. Jetzt bestellen und vorweihnachtlichen Stresse ersparen. Mehr meiner Fotos auf diversen Materialien gedruckt gibt es wie schon oben gesagt im Shop von

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Herbstliche Farbenspiele

Auch wenn sich der Herbst momentan nicht golden zeigt, schon bald sollten wieder die Tage kommen, an denen man mit der Kamera in die Natur hinaus geht. Für mich zählt der goldene Herbst zu den Tagen, wo ich meinen Fotorucksack packe und ausschwärme. Buntes Laub fasziniert mich! Egal ob in meiner Heimat Oberösterreich mit seinen fotogenen Landschaften oder in Südtirol, wo es zur Zeit in den Bergen schon winterlich weiß ist, aber schon in wenigen Tagen die Lärchen auf der Seiser Alm wieder in knalligem gelb-rot erstrahlen können. Der Herbst ist überall fotogen!

Was macht den Herbst für Fotobegeisterte so interessant? Es sind die Farben, die Stimmungen und das Licht. Die Tag werden schon recht kurz. Man muss also nicht mehr um 5 Uhr früh ausschwärmen, um schönes Morgenlicht zu genießen. Und ein traumhafter Sonnenuntergang kann schon um 18 Uhr recht kräftig ausfallen, wenn die Luft schon ein wenig feucht ist. Von sonnigen Fotos tagsüber bei blauem Himmel gar nicht zu reden. In der folgenden Galerie habe ich einige Bilder aus dem Vorjahr als Anregung zusammen gestellt.

Also: Kamera nehmen, hinaus in die Natur. Es lohnt sich. Bunte Bilder bringen Farbe in dein Leben. Egal ob in der digitalen Bilderschau, im Fotobuch oder als Dekoration an deinen Wohnungswänden. Die nächsten schönen Tage wollen genutzt werden.

Text und Fotos: Rudi Brandstätter —- http://www.rubrafoto.co.at

Bilderbuch Mühlviertel

Bilderbuch Mühlviertel – im Süden die Donau, im Westen Bayern, im Norden Böhmen bzw. Tschechien und im Osten grenzt das oberösterreichische Mühlviertel an Niederösterreich. Ein bezauberndes Hügelland, dessen Orte an der Donau bei ca. 250 Meter und an der Nordgrenze, dem Böhmerwald, bis zu 1370 Meter über dem Meer liegen. Als Fotograf sehe ich das Mühlviertel als einzigartiges Bilderbuch. Mit kleinen, feinen Städtchen, urigen Dörfern, traditionsreichen Bauernhöfen, Burgen und Schlössern, auf jeden Fall aber mit viel Natur.

Vielleicht sehe ich das Mühlviertel mit anderen Augen, weil ich im Mühlviertel geboren und hier aufgewachsen bin. Zwar am südlichen Rand der Region, im Donaumarkt Ottensheim, aber bald schon in den entlegensten Winkeln des Landes unterwegs.

Dieser Beitrag behandelt das Obere Mühlviertel, welches durch den Haselgraben vom Unteren Mühlviertel geografisch „getrennt“ ist. Ein Tipp für Fotofreunde: Das Mühlviertel ist zu allen Jahreszeiten eine Reise wert. Den Böhmerwald mit seinem Dreiländereck Österreich – Deutschland (Bayern) – Tschechien (Böhmen) kann man stundenlang, ja tagelang, zu Fuß durchstreifen. Und man findet immer wieder neue Bilder. Etwa im Kräutergarten Klaffer am Hochficht – sehenswert und natürlich fotofreundlich. Aber Achtung: Montag ist Ruhetag!

Weitere Fotospots im Oberen Mühlviertel sind Stift Schlägl, der Webermarkt Haslach, die Kurstadt Bad Leonfelden und, und, und……

Das Bilderbuch Mühlviertel präsentiert sich als Naturjuwel. In Langzwettl bieten sich bei einem Biobauern dutzende schneeweiße Sahneziegen als „Models“ an. In Neusserling ladet ein wunderschöner, gepflegter Weiher zu einem ausgiebigen Fotostopp ein. In der Kurstadt Bad Leonfelden ist der Brunnen auf dem Stadtplatz mit Rathaus und Kirche im Hintergrund ein echter Hingucker. Ein Lichttipp dazu: Am frühen Nachmittag vorbei schauen. Gar nicht zu reden von den Sonnenuntergängen über dem Mühlviertler Hügelland.

Also liebe Fotofreunde: Kamera einpacken und ausschwärmen zu den einladenden Motiven im Mühlviertel. Dazu noch ein kurzes Video:

Eindrücke zu „Bilderbuch Mühlviertel“

Mehr Infos bieten die Tourismus-Websites: http://www.muehlviertel.at http://www.boehmerwald.at http://www.oberoesterreich.at

Text und Fotos zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter — http://www.rubrafoto.co.at

Sehr fotogen – die Geisler Spitzen

Natur und Berge – beides lockt nicht nur begeisterte Wanderer und Naturfreunde, sondern auf Fotografen und Filmer. In Zeiten wo Mobiltelefone nicht mehr nur zur Kommunikation verwendet werden, sondern mit ausgezeichneten Kameras bestückt sind, schleppen allerdings immer wenige Wanderer „echte“ Kameras mit. Ich verwende mittlerweile auf meinen Foto-Touren beides. So auch, als ich kürzlich vom Raschötz oberhalb des Grödnertals hinüber ins Villnösstal unterwegs war. Vom Raschötz über Brogles Alm am Fuße der Geislerspitzen (Naturpark Puez-Geisler) über die Geisler Alm hinunter nach St. Magdalena mit der wunderbaren Johanneskirche. Dabei machte ich mit meinem Handy (Iphone 11) einige Video-Impressionen.

Als Naturfotograf hatte ich selbstverständlich meine Canon EOS 5D Mark III im Rucksack. Schließlich „quälte“ ich mich ja nicht stundenlang nur des wanderns wegen durch die wunderschöne Dolomiten-Landschaft. Ich wollte schließlich auch einige schöne Fotos für meine diversen Produktionen (Poster, T-Hirts, Medien) mit nach Hause bringen. Und die bizarren Bergspitzen von Sas Rigais, Furchetta und Co. sind tolle Motive.

Als kleiner Tipp für Fotofreunde: Man kann mit „kleinem Gepäck“ die Gegend erkunden. Weitwinkel und ein Objektiv mit einer Brennweite bis 135 Millimeter reichen völlig. Man hat ja die Motive fast zum Greifen nahe.

Ja, diese Tour vom Grödner- ins Villnösstal bietet tolle Eindrücke. Man muss sie als Tagestour anlegen. Von Sankt Ulrich im Grödnertal per Schrägseilbahn hinauf zum Raschötz, gute Geher schaffen es in etwa 5 Stunden reine Gehzeit bis nach Sankt Magdalena im Villnösstal. Will man sich allerdings zwischendurch den Fotomotiven widmen und auch die Almhütten und ihr Angebot nützen, ist man gleich einmal 8 bis 9 Stunden unterwegs. Und von Sankt Magdalena geht es stündlich per Linienbus über Klausen zum Ausgangspunkt Sankt Ulrich zurück. Eine Wanderung, die allen was bietet….

Text und Fotos des Beitrags: Rudi Brandstätter, http://www.rubrafoto.co.at

Infos: https://www.dolomiten.net/urlaubsregionen/groeden/ https://www.suedtirol.com/ https://www.villnoess.com/de/

Fototouren durch Südtirol – bitte warten!

Auch wir Landschaftsfotografen leiden unter den Folgen der Corona-Krise. Noch warte ich voll Sehnsucht, meine nächste Fototour in die Dolomiten starten zu dürfen.

Wehmütig betrachte ich meine fotografischen Schätze aus vergangenen Fototouren durch Südtirol. Auch in diesem Sommer hätte ich einiges geplant. Dann kam das Corona-Viris, brachte viel Leid für Italiens Bevölkerung. Auch Südtirol hat es schwer getroffen. Alles steht bzw. stand still. Mittlerweile bemühen sich unsere südlichen Nachbarn, Land, Wirtschaft, Tourismus und Co. wieder in Schwung zu bringen. Als Österreicher muss ich leider auf die Einreise in mein Lieblingsland Südtirol mit seinen wunderschönen Landschaften noch warten und hoffen. Hoffen, in den kommenden Wochen über den Brenner oder das Pustatal einreisen zu dürfen. Und vor allem wieder zurück nach Österreich, ohne danach 2 Wochen in Isolation verbringen zu müssen. Landschaftsfotografen haben es momentan nicht leicht. Aber ich bin Optimist und zeige vorab einige Bilder aus vergangenen Fotoreisen in den Dolomiten.

Also üben wir uns ein wenig in Geduld, sind wir optimistisch. Südtirol – bis bald!

Alle Fotos: Rudi Brandstätter — http://www.rubrafoto.co.at

Goldener Herbst auf der Seiser Alm

Ein langer, schöner Sommer neigt sich auch auf der Seiser Alm in Südtirol seinem Ende zu. Es ist Spätherbst. Aber keineswegs grau und feucht. Ich durfte vor einigen Tagen auf Europas größter zusammenhängender Hochalm den Goldenen Herbst erleben. Die Seiser Alm liegt in unmittelbarer Umgebung der beliebten Südtiroler Tourismusorte wie Seis, Völs am Schlern, Kastelruth oder Sankt Ulrich und ist über die Bergstraße , aber auch mit den Seilbahnen von Kastelruth und Sankt Ulrich im Grödnertal einfach erreichbar. Dank der Lärchen, die sich hier auf einer Höhe zwischen 1700 und knapp 2000 Meter Seehöhe recht wohl fühlen. Und deren Nadeln – bevor sie vor dem Wintereinbruch abfallen – sich rot und schließlich gelb verfärben. Bunter geht Herbst nicht!

Bunte Almenlandschaft, umgeben von den mächtigen Berggipfel der Dolomiten. Langkofel, Plattkofel, Rosszähne, Schlern mit den Santner Spitzen. Ein prachtvoller Anblick – vor allem wenn man mit der Kamera unterwegs ist!

In diesen Tagen kehrt auf der Seiser Alm eine kurze Ruhe ein, ehe sie im Dezember von den Skifahrern, Skilangläufern und Schneeschuh-Wanderern wieder belebt wird. Aber wie gesagt, Fototouren auf der Südtiroler Hochalm lohnen sich zu jeder Jahreszeit. Nähere Infos bieten die Websites https://www.seiser-alm.it https://www.seiseralm.it https://www.suedtirol.com und https://www.idm-suedtirol.com

Alle Fotos zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter, http://www.rubrafoto.co.at

Auf der Seceda: Murmeltiere pfiffen mir was…..

Im Kamerarucksack – extra für die Murmeltiere – ein schweres Canon-Teleobjektiv mit 300 Millimeter Brennweite. Aber? Oben beim Gipfelkreuz jede Menge Wanderer – aber kein Murmeltier zu sehen!

Die Seceda, „the sunny side of Val Gardena“ – im Winter ein toller, weitläufiger Skihang, im Sommer beliebt bei Wanderern und Bergfreunden. Und beliebt bei Fotografen! Die Seceda (http://www.seceda.it) ein sonniges, südseitiges Almgebiet hoch über dem Grödner Tal am Rande des Naturparks Puez-Geisler. Mit einigen netten Hütten mit freundlichem Personal sowie traditionellen Südtiroler Schmankerln für die Gaumenfreuden. Und: Ein Murmeltier-Paradies!

So kam ich über Col Raiser-Gondelbahn, Seceda-Sessellift und kurzem Fußweg auf knapp über 2500 Meter Höhe an. Im Kamerarucksack – extra für die Murmeltiere – ein schweres Canon-Teleobjektiv mit 300 Millimeter Brennweite. Um den Murmel nicht zu nahe kommen und sie trotzdem formatfüllend zu fotografieren. Tierfotos aus der freien Natur sind immer gefragt.

Aber? Oben beim Gipfelkreuz jede Menge Wanderer – aber kein Murmeltier zu sehen! Es war den putzigen Tierchen einfach zu laut, zu hektisch rund um ihre „Wohnhöhlen“. Pfeifen hörte ich sie immer wieder. Aus verschiedenen Richtungen. Das waren die Warnsignale der Wächter, wenn sie eventuelle Gefahr spüren. Ein Pfiff und Familie Murmeltier ist nicht mehr zu sehen.

Ich bin mittlerweile ja ein recht geduldiger Mensch geworden – war ja nicht immer so. Aber an diesem Tag verging mir irgendwann die Lust und ich tröstete mich mit ein paar Landschaftsfotos. Statt Teleobjektiv  kam ein mittleres  (24 – 70 mm) Weitwinkel zum Einsatz. Die Blumenwiesen auf der Seceda und die Geisler Spitzen sind ja auch nicht ohne! Die Murmeltiere, die mir diesmal im wahrsten Sinne des Wortes etwas gepfiffen haben, werde ich wieder besuchen. An einem Tag im Frühsommer, wenn der Berg noch nicht überrannt von Wanderern ist. Aber dann werde ich wohl einen längeren Fußmarsch in Kauf nehmen müssen, denn zu dieser Zeit ist der bequeme Sessellift noch ausser Betrieb.

Alle Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter – http://www.rubrafoto.co.at