Bunter Herbst im Böhmerwald

Rot, gelb, grün – der Herbst im Böhmerwald an der Grenze des oberösterreichischen Mühlviertels zu Tschechien zieht alle Register! Der Mischwald aus Fichte, Eichen, Ahorn, Buchen und Birken bietet zur Zeit unwahrscheinliche Anblicke. Da muss man die Kamera zücken. Egal ob mit dem Mobiltelefon, den Kompaktkameras oder mit der Spiegelreflexkamera – die bunte Landschaft mit tiefblauen Himmel ist derzeit ein beliebtes „Fotomodel“.

Auch ich konnte dieser Tage nicht an der Buntheit der Landschaft rund um Klaffer, Schwarzenberg, Ulrichsberg oder Aigen im Mühlkreis vorbei, ohne den traumhaften Stimmungen des „Altweibersommers“ einige Fotos abzuringen. Und ich durfte wieder einmal feststellen, dass das Mühlviertel mit seinen landschaftlichen Reizen touristisch unterschätzt wird.

Vielleicht ist es aber auch gut so, dass sich keine großen Touristenscharen hierher „verirren“. Man kann stundenlang durch die Wälder entlang des tschechisch-deutsch-österreichischen Grenzgebietes wandern – oder mit dem Mountainbike die für Radfahrer geöffneten Wege befahren – ohne sich dabei in „Kolonnen“ zu bewegen. Für Bewegungsfreudige ein beschauliches Paradies. Und Fotoliebhaber kommen dabei voll auf ihre Rechnung. Besonders jetzt im Herbst.

Am besten sich selbst überzeugen, ehe der Winter hereinbricht. Infos dazu bieten die Websites http://www.muehlviertel.at oder http://www.boehmerwald.at. Ich wünsche noch schöne Herbsttage und viele beeindruckende Fotoerlebnisse.

Fotos in diesem Blog-Beitrag von http://www.rubrafoto.co.at

 

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Wo Orkan Kyrill und Borkenkäfer ganze Arbeit leisteten

Tief drin im Böhmerwald…… Dem alten Volkslied folgend stieg ich zum Dreisesselberg in Bayern hinauf. Oben angelangt am Höhenweg entlang der deutsch-tschechischen Staatsgrenze ergriff mich eine fast beklemmende Stimmung: Vom einstigen dicht bewaldeten Böhmerwald ragen nur noch dürre, geschundene Baumreste in den Himmel. Der Orkan Kyrill hatte im Jänner 2007 „ganze Arbeit geleistet. Große Waldflächen wurden geknickt oder entwurzelt. Die Borkenkäfer jubelten und besorgten den Rest.

Auf bayrischer und in Folge auf der österreichischen Seite wurde „aufgeräumt“. In Tschechien ließ man alles wie es nach dem Orkan aussah: Der Naturpark Sumava ist Naturschutzgebiet und da läßt man die Natur walten.

Für den Fotograf einfach herrlich! Auf dem Höhenweg Richtung 3-Länder-Eck Deutschland – Tschechien – Österreich wandernd bieten sich geisterhafte Bilder. Geknickte, mittlerweile morsche Baumreste, dürre Äste, aber dort und da schon wieder grüner Baumnachwuchs. Da großflächig tote Bäume, wo es vor 11 Jahren noch dichtes Grün gab. Andererseits bieten sich Weitwinkelaufnahmen von entwurzelten Baumriesen. Ein „Paradies“ für Fotografen.

Ein Tipp für Wanderfreudige: Man kann den Höhenweg sowohl von West nach Ost gehen – Vom Dreisesselberg über Plöckenstein Zum Dreiländereck und weiter ins Skigebiet Hochficht oder schon früher hinab nach Schwarzenberg im oberösterreichischen Mühlviertel. In umgekehrter Richtung ist es nicht weniger schön und spannend. Wie beschreibt es doch der Tourismusmanager: Der Böhmerwald, sanft und wild. Oder: Wege der Entschleunigung. Als Naturfotograf eine Gegend, die einen immer wieder anzieht und fasziniert!