Bildschöne Seiser Alm

Die Seiser Alm in Südtirol, Europas höchstgelegenes Almgebiet, hat mich wieder einmal in ihren Bann gezogen. Ich finde die Seiser Alm nicht nur wunderbar wanderbar sondern auch schlicht und einfach bildschön. So wie ich denken offenbar auch tausende Urlauber, die alljährlich das weitläufige Almgebiet mit herrlichen Dolomitenbergen rundherum besuchen. Entweder von Seis aus per Seilbahn oder auf der Straße, oder per Seilbahn von Sankt Ulrich im Grödnertal kommend.

Schlern, Langkofel, Plattkofel, weidende Kühe, sommerliche Wiesenblumen – es gibt viele lohnende Fotomotive. Zwei Motive hatte ich diesmal besonders im Auge. Zwei Bergkreuze mit geschnitztem Herrgott und besonderem Hintergrund. Einmal direkt beim Berggasthof Spitzbühel – im Hintergrund ganz nah der Schlern. Das zweite Kreuz steht weiter östlich auf der Seiser Alm – mit der mächtigen Langkofelgruppe im Hintergrund.

Beides schöne Motive – Spitzbühel wegen des Lichts am Vormittag, dann hinüber gewandert zum Blick auf den Langkofel, des Lichtes wegen ein Nachmittags-Schuss! Und ich verstehe nun auch, warum Südtiroler Musikgruppen wie die Kastelruther Spatzen oder die Ladiner diese Motive für ihre Musikvideos auswählen.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild frühsommerlich Wiesenblumen mit Schlern und Santner Spitze.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild das Dach einer Almhütte mit Schlern und Santner Spitze, mit Hilfe des Teleobjektivs ganz nahe aneinander gebracht.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebtenTourismusregionen Südtirols. Im Bild frühsommerlich Wiesenblumen mit Schlern und Santner Spitze.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild die Felsformation Rosszähne.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebtenTourismusregionen Südtirols. Im Bild frühsommerliche Wiesenblumen mit Langkofel (links) und Plattkofel.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild Blumenschmuck bei einer der zahlreichen Almhütten, im Hintergrund Langkofel (links) und Plattkofel.
Im Bild weidende Kühe vor dem Bergpanorama mit Langkofel und Plattkofel auf der Südtiroler Seiseralm.
Prachtvolle Edelweiß als Blumenschmuck vor einer der zahlreichen Almhütten.

Auch der Holzvorrat vor der Almhütte kann schmuckvoll sein.
Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild ein Wegkreuz mit Langkofel (links) und Plattkofel im Hintergrund. Die Kulisse für Videoproduktionen.
Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild ein Wegkreuz am Spitzbühel vor Schlern und Santner Spitze.

Ja, Bildmotive bietet die Seiser Alm jede Menge. Und wie ich mich kenne, war ich mit meiner Kamera nicht das letzte mal in dieser bildschönen Gegend. Bewegte Bilder von meinem Besuch auf der Seiser Alm gibt es auf meinem Youtube-Kanal https://www.youtube.com/watch?v=1QccleWy65Q&t=40s zu sehen.

Ein Tipp – oder eine „Warnung“ : Auf der Seiser Alm muss man viel zu Fuß unterwegs sein. Oder mit E-Bikes. Denn es besteht für Besucher ein Fahrverbot im gesamten Gebiet. Allerdings durchqueren Pendelbusse tagsüber regelmäßig das Almgebiet von West nach Ost und umgekehrt.

Mehr Infos für einen Besuch auf der Südtiroler Hochalm gibt es auf: https://www.seiser-alm.it

Text und Fotos dieses Berichts: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Die Seceda, ein schöner Flecken Erde im Naturpark Puez-Geisler

Wer kennt sie nicht, die bizarren Gipfel der Geisler Spitzen hoch über dem Grödnertal. „Der Fotospot“ der Dolomiten schlechthin. Seit es die so genannten Sozialen Medien gibt, hat sich die Besucherzahl auf der Hochalm der Seceda vervielfacht. Die Betreiber der Seilbahn von Sankt Ulrich hinauf auf die Seceda freut es!

Doch nicht nur für die Insta-Knipser ist das in 2.500 Meter hoch gelegene Naturgebiet ein Pflichtbesuch bei einer Reise ins Grödnertal. Es ist ganz einfach schön dort oben! Die Sonnenseite des Grödnertals! Weite Almwiesen, gemütliche Hütte für die Einkehr und ein prächtiges Panorama. Da läßt es das Herz höhe schlagen. Nicht nur bei Fotografen so wie ich einer bin.

Etwa 80 Höhenmeter oberhalb der Bergstation befindet sich der Standplatz für den klassischen Geisler-Schuss! Mit etwas Glück und Geduld bekommt man sogar ein Murmeltier vor die Linse. Allerdings haben die mit dem enormen Andrang keine Freude mehr und zeigen sich nur noch selten. Ich verstehe sie! Aber auch etwas tiefer kann man sich und seine Kamera beschäftigen. Blumenwiesen begleiteten mich auf dem Weg über Sofiehütte, vorbei an der Danielhütte und Baita Trojer hinüber zur Malga Pieralongia mit den berühmten Felsformationen.

Diesmal beschäftigten mich nicht nur einige Fotostops, ich produzierte auch Clips für ein kurzes Youtube-Video. Das Ergebnis sehr ihr auf meinem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=y1Sit0zxiFs&t=14s

Ich präsentiere aber auch eine Auswahl meiner Fotoproduktion, die für Medien-Illustrationen, aber auch für Wandbilder

verwendet werden.

Die wohl meistfotografierte Gipfel in Gröden: Die Geisler Spitzen im Naturpark Puez-Geisler Südtiroler Dolomiten, die das Grödnertal vom Villnösstal trennen.
Blick über Almwiesen der Seceda auf die Gipfel der Geisler Spitzen im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler.
Blick von der Seceda hinunter nach Sankt Ulrich im Grödnertal.
Blick über Almwiesen und Wiesenblumen der Seceda auf eine Almhütte im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler.
Mountainbiker unterwegs auf der Seceda mit Blick auf die Gipfel der Geisler Spitzen im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler.
Blick auf die Langkofelgruppe von der Seceda. Im Vordergrund Touristen beim Fotografieren der Bergwelt.
Mit etwas Glück zeigt sich auch ein Murmeltier.
Blick über Almwiesen der Seceda im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler hinüber zum Langkofel.
Die Pieralongia-Felsen auf der Seceda zählen zu den beeindruckenden Merkmalen im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler.
Die Pieralongia-Felsen auf der Seceda zählen zu den beeindruckenden Merkmalen im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler. Zwischen den beiden Felsen der Langkofel.
Eine kleine Bergkirche auf der Seceda im Naturpark Puez-Geisler in den Südtiroler Dolomiten mahnt den Wanderer zur Ruhe und Besinnung.

Die Entstehungsgeschichte des Naturparks Puez-Geisler, der sich über 7 Gemeinden von Sankt Ulrich im Grödnertal bis hinüber nach Alta Badia erstreckt – Gesamtfläche knapp 11.000 Hektar – geht ins Jahr 1978 zurück. Seit 2009 zählt er auch zum UNESCO-Welterbe. Der Naturpark Puez-Geisler ist einer von insgesamt acht Naturparks in Südtirol. Für mich ist und bleibt die Seceda und ihre Umgebung ganz einfach ein schöner Flecken Erde!

Mehr Infos: https://www.valgardena-groeden.com/de/highlights/die-dolomiten/naturpark-puez-geisler/

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter — http://www.rubrafoto.co.at

Treffpunkt Herrgott am Kreuz…

Mit leichtem Gepäck am Rücken – im Kamerarucksack nur die EOS 5D Mark IV, eine Zoom-Optik (24 – 70 mm), ein leichtes Stativ und eine GoPro 9 – so machte ich mich auf den Weg von der Bergstation der Raschötzbahn oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal zum Hergott am Kreuz. Nach einem kurzen Anstieg im Wald ging es relativ flach zum Raschötz-Schutzhaus und weiter über die Raschötz-Kapelle einen knackigen Anstieg hinauf zum Gipfelkreuz. Ein mächtiges Holzkreuz mit einem imposant geschnitzten Herrgott auf dem Gipfel des Raschötz hoch über dem Grödnertal. Seehöhe 2.282 Meter! Eine schöne Bergwanderung, ohne sich gleich als Bergsteiger fühlen zu müssen.

Ich ging es gemächlich an: Foto- und Videostopps mit Blickrichtung Langkofelgruppe, Sellastock, Marmolada und Seiser Alm! Nach knapp zwei Stunden auf dem Gipfel angekommen, war ich erstaunt: rush hour oder Treffpunkt Herrgott am Kreuz!

Nun bewies ich Geduld. Oder besser gesagt, ich mußte Geduld beweisen. Dutzende Bergliebhaber bevölkerten das felsige Gipfelgelände rund um das Gipfelkreuz. An ruhiges fotografieren war vorerst nicht zu denken. Handy-Knipser kennen keine Rücksicht! Aber ich hatte ja Zeit und bei manchen Leuten hatte ich das Gefühl, sie seien auf der Flucht. So schnell sie den Berg empor hetzten, so schnell zogen sie auch wieder weiter. Schließlich kam ich noch zu einigen Fotos ohne Menschen rund um das Gipfelkreuz. Meine Agenturkunden wollen nämlich keine Leute auf Landschaftsfotos – wegen der Bildrechte!

Der Herrgott am Kreuz – spektakuläres Gipfelkreuz auf dem Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal.
Der Herrgott am Kreuz – spektakuläres Gipfelkreuz auf dem Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal.
Der Herrgott am Kreuz – spektakuläres Gipfelkreuz auf dem Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal. Im Hintergrund die Geisler Spitzen.
Der Herrgott am Kreuz – viel „Betrieb“ rund um das spektakuläres Gipfelkreuz auf dem Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal.
Wanderer beim Anstieg auf den Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal.
Blick vom Raschötz bei St. Ulrich im Grödnertal auf die Gipfel der Langkofelgruppe und im Hintergrund die Marmolada.
Blick vom Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal über die Hochalm zu den Geisler Spitzen.
Im Bild die Berghütte auf dem Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal.

Die Wanderung auf den Raschötz hat sich gelohnt: Herrlicher Rundumblick, schöne Bilder und ein kleines Video für meinen Youtube-Kanal – https://www.youtube.com/watch?v=AZq61nKnJLg&t=2s

Noch etwas: Meine Risikobereitschaft, mit nur einem Zoom-Objektiv auf den Berg zu gehen, war kein Problem. Die oben erwähnten Brennweiten (24 – 70 mm) haben gereicht. Gut, vielleicht wäre ein zweites, längeres Objektiv nicht schlecht gewesen, aber wenn man nicht mehr tragen will, muss man eben „haushalten“!

Mehr Infos zur Raschötz-Wanderung findet man auch auf https://www.valgardena-groeden.com/de/highlights/die-dolomiten/plateaus-hochalmen/raschoetz-hochalm/

Text und Fotos zu diesem Bericht: Rudi Brandstätter — http://www.rubrafoto.co.at

Rund um den Dreisesselberg

Die ärgsten Hitzetage scheinen abzuklingen, man kann sich wieder hinaus wagen. Hinaus in die Natur, ein wenig wandern, wieder einmal die Kamera zur Hand nehmen. Motive bietet unsere Natur ja immer.

Heute möchte ich einige Fotomotive aus dem Bayrischen Wald und dem Böhmerwald zeigen. Entstanden sind die Bilder vom Gipfel des Dreisesselbergs und in dessen näheren Umgebung. Der Dreisesselberg ragt im Nordosten Bayerns in 1312 Metern Seehöhe über die Reste des in den vergangenen 20 Jahren von Stürmen und Käferbefall geplagten Böhmerwaldes und den Ausläufern des Bayrischen Waldes hinaus. Skurrille Granitblöcke, zerstörter Wald, mystische Natur – aber auch ein herrlicher Rundblick.

Man erreicht die Anhöhe an der bayrisch-tschechischen Grenze mit dem Auto von Neureichenau kommend. Vom Parkplatz ist es nur noch eine kurze Wanderung zum Aussichtspunkt. Man kann oben dem Bergkamm in Richtung Südost entlang wandern und erreicht das Dreiländereck Deutschland – Österreich -Tschechien. Keine besonders anstrengende Tour, aber interessant. Neben dem vielen Totholz, den bizarr in den Himmel ragenden, abgestorbenen Bäumen beginnt schon wieder Leben zu entstehen. Ohne von Menschenhand gepflanzt zu sein, beginnen junge Nadelbäume, meist Fichten, zu wachsen. Der tschechische Teil des Böhmerwaldes ist ja Naturschutzgebiet, der Nationalpark Sumava, wo absolut nicht in die Natur eingegriffen wird. Natur soll Natur bleiben!

Was nehme ich mit zum fotografischen Spaziergang rund um den Dreisesselberg? Nicht viel, leichtes Gepäck ist angesagt! Ein Weitwinkelobjektiv auf die Kamera, in der Tasche noch ein kleines Tele-Zoom für Detailfotos. Wenn ich Abendfotos vom Gipfel des „Dreisessels“ machen will, wäre ein Stativ nicht schlecht. Obwohl: Ich kann die Kamera auch auf einem Stein stellen…

Das sind einige Eindrücke aus der Region Dreisesselberg im Grenzgebiet Deutschland – Tschechien – Österreich. Es zahlt sich aus, ein paar Stunden dort zu verbringen.

Text und Fotos des Beitrags: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Nationalpark Hohe Tauern – absolut sehenswert!

Österreich ist wunderschön, das wissen wir! Einen kleinen Teil meines Heimatlandes habe ich kürzlich besucht: Den Nationalpark Hohe Tauern, der sich über Teile der Bundesländer Salzburg und Kärnten erstreckt. Berge, Wasserfälle, viel Natur!

Mein erster Weg führte mich von meinem Wohnort Ottensheim in Oberösterreich zu den Krimmler Wasserfällen im Salzburger Pinzgau. Ein Tourismusmagnet, wie ich schnell feststellen durfte. Aber sehenswert, wie sich die Krimmler Ache vom hoch gelegenen Achental in drei Stufen über knapp 400 Höhenmeter rauschend, tosend und spritzend in die Tiefe stürzt. Beeindruckend! Obwohl ich mir den mühsamen Aufstieg bis zum Beginn der Fallstrecke ersparte, staunte ich so wie hunderte Besucher beim so genannten Kürsingerplatz in 1070 Meter über dem Meer.

Am besten ist, man besucht die Krimmler Wasserfälle in Regenschutzkleidung und nimmt für die Kamera einige Trockentücher mit. Binnen Minuten ist man vom Wasserstaub durchnäßt. Die Bilder sind jedoch beeindruckend. Je nachdem wie nahe man an den Wasserfall heran geht, reicht ein Weitwinkel-Zoom, maximal 100 Millimeter Brennweite, aber 50 Millimeter reichen auch.

Tosend stürzt das Wasser der Krimmler Ache im Nationalpark Hohe Tauern über die Krimmler Wasserfälle zu Tal. Fotografiert mit Brennweite von 42 mm.
Tosend stürzt das Wasser der Krimmler Ache im Nationalpark Hohe Tauern über die Krimmler Wasserfälle zu Tal. Fotografier von Gerlos-Bundesstraße.

Nach der „Dusche“ bei den Krimmler Wasserfällen fuhr ich zurück nach Bruck an der Glocknerstraße, um über die Mautstraße und ihre vielen Kehren und Kurven zum Wallackhaus – unterhalb der Ländergrenze Salzburg-Kärnten – wo ich mein Quartier bezog. Das Haus direkt an der Grossglockner Hochalpenstraße ist nach dem Erbauer der hochalpinen Gebirgsstraße, Franz Wallack, benannt. Und: Sollte jemand einen mehrtägigen Aufenthalt in dieser Gebirgsregion planen, ich kann das Wallackhaus (https://www.wallackhaus.at/de/) als Stützpunkt empfehlen. Man ist rasch auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit seiner eindrucksvollen Aussicht auf Österreichs höchsten Berg, den Grossglockner und seinem leider schrumpfenden Gletscher. Wer Murmeltiere aus nächster Nähe sehen, füttern oder fotografieren will, ist dort goldrichtig. Auch Steinböcke treiben sich in einiger Nähe herum.

Aber nicht nur die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe zieht die Besucher an. Die Edelweißspitze in mehr als 2.500 Meter Seehöhe – erreichbar über eine Abzweigung nahe des Fuschertörls – bietet atemberaubende Ausblicke auf die Berge der Hohen Tauern. Und entlang der Hochalpenstraße gibt es immer wieder Infopoints, wo man sich über Fauna und Flora, die Entstehung der Straße und Ähnliches informieren kann.

Ehrlich gesagt, ich ließ mich auf meiner Fototour ein wenig von den vielen Eindrücken „erdrücken“. Speziell entlang oder neben der Grossglockner Hochalpenstraße gibt es viel zu sehen und zu fotografieren. Man sollte nicht alles auf einmal ins Auge fassen. Ein zweiter oder dritter Besuch lohnt sich.

Nach Krimmler Wasserfälle und Glocknergebiet hatte ich am dritten Tag meiner „Tauern-Tour“ nach das Gschlößtal nahe der Felbertauernstraße im Visier. Ein ruhiges Tal, das man vom großen Parkplatz bei Matreier Tauernhaus erreicht. Die Almdörfer Aussergschlöß und Innergschlöß am Fuße des Großvenedigers bieten Natur pur. Die uralten, aber gut erhaltenen Almhütten zeigen sich als Museen. Einige in Innergschlöß dienen als Andenkenläden. Ein wenig Kitsch, aber in erster Linie Produkte aus der Region. Das Gschlößtal ist ein echtes Beispiel für sanften Tourismus.

Leider hielt sich an diesem Tag der Großvenediger und sein mächtiger Gletscher in den Wolken versteckt. Er wollte sich mir einfach nicht zeigen. Sehenswert dafür die Jahrhunderte alte Felsenkapelle. Die Gschlösskapelle oder auch Kapelle Mariä Geburt genannt ist denkmalgeschützt. Der Sakralbau wurde 1688 von Almbesitzern des Tals unter einem Felsblock errichtet und ist heute bei Wanderern ein begehrtes Fotomotiv.

Das war meine kleine Runde im Nationalpark Hohe Tauern. Mit vielen Eindrücken, die ich gerne weiter empfehle. Viel Betrieb an den Krimmler Wasserfällen und an der Grossglockner Hochalpenstraße, aber viel Ruhe zum Schluss im Gschlößtal.

Mehr Infos bieten: https://www.wasserfaelle-krimml.at

https://grossglockner.at

https://www.hohetauern.at

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter http://www.rubrafoto.co.at

Meine Fotopoints in den Dolomiten

Hohe Berge, wunderbar wanderbare Almen, freundliche Menschen – die Dolomiten und ihre bizarren Schönheiten sind seit Jahren ein Magnet für Naturliebhaber. Zu jeder Jahreszeit bieten sie Spannendes: Gewagte Routen für Kletterer, ausgedehnte Touren für Wanderer, Köstlichkeiten für Genießer – und wunderschöne Fotopoints für die Liebhaber der Fotografie! Zu dieser Spezies zähle auch ich: Fotos für Medien, für Posterverlage – in den Dolomiten findet man tausende Motive. Und immer wieder Neues.

Was mich dabei besonders fasziniert? Als „fauler“ Landschaftsfotograf muss ich nicht stundenlang meinen Kamerarucksack durch die Gegend schleppen, um zu guten Spots zu kommen. Viele Passstraßen führen relativ nahe an Fotopoints heran, dazu ein Netz von Bergbahnen. Fotografenherz was willst du mehr. Vor allem wenn man so wie ich nicht mehr zu den Jungen zählt. In diesem Beitrag zeige ich eine kleine Auswahl meiner bisher bevorzugten Motive. Und vor allem wie man dorthin kommt!

Das Bild zeigt das im 1. Weltkrieg hart umkämpfte Gebiet der Chinque Torris in den Dolomiten. Zu den 5 Türmen kommt man mit einem Sessellift direkt von der Falzarego-Passstraße von Cortina d’Ampezzo kommend kurz vor der Passhöhe.
Das Bild zeigt das im 1. Weltkrieg hart umkämpfte Gebiet der Chinque Torri in den Dolomiten mit Blick zur Tofana di Rozes..
Das Bild zeigt den Dolomitengipfel Averau in der Morgensonne. Der Standplatz für dieses Bild befindet sich etwa 40 Minuten Gehzeit oberhalb der Cinque Torris.
Denkmal für Alpinist Paul Grohmann, Mitbegründer des ÖAV am Fuße der Südseite der Drei Zinnen in den Dolomiten. Diesen Platz erreicht man vom Parkplatz bei der Auronzo Hütte in etwa 20 Minuten.
Die drei Zinnen – im Bild die Ansicht aus Norden mit der 3 Zinnenhütte – gehören zu den imposanten Bergformationen der Dolomiten. Zu den 3 Zinnen – einem absoluten Wahrzeichen der Dolomiten kommt in ca. 1 1/2 Stunden Wanderung von der Auronzo Hütte an der Südseite der 3 Zinnen. Man kann diese Berggipfel problemlos umrunden.
Das Bild zeigt ein hölzernes Bergkreuz auf dem Grödnerjoch mit dem Sellastock im Hintergrund.
Die Berggruppe Plattkofel (links), Fünffingerspitze und Langkofel (rechts) – hier vom herbstlichen Morgennebel umgarnt – zählt zu den eindrucksvollsten Felsformationen im Grödnertal. Entstanden ist dieses Bild am frühen Vormittag von einem Standplatz 5 Gehminuten von der Sellajoch-Straße entfernt.
Mystische Abendstimmung in den Südtiroler Dolomiten beim Blick vom Col Rodella über Almwiesen zum Schlern. Den Col Rodella erreicht man in ca. 1 1/4 Stunde Gehzeit vom Parkplatz unterhalb des Sella Jochs. Oder man „erklimmt“ den Berg mittel Seilbahn von Campitello aus und geht dann noch 10 bis 15 Minuten den steilen Weg zum Gipfel.
Die Bergspitzen der Latemar-Gruppe in den Südtiroler Dolomiten spiegeln sich im Karersee. Man parkt direkt neben dem Karersee, beste Fotozeit für die Spiegelung ist der späte Nachmittag und frühe Abend. In den vergangenen Jahren haben Stürme den Waldbestand rund um den See in Mitleidenschaft gezogen.
Der nahende Sonnenuntergang bringt mystische Stimmung in die Berge des Rosengartens – im Bild mit den Vajolet-Türmen. Diese Fotoposition befindet sich eine halbe Autostunde vom Karersee entfernt über den Nigrepass in Sankt Cyprian. Direkt am Straßenrand kann man auf die Abendstimmung warten.
Der Naturpark Puez-Geisler mit den mächtigen Berggipfel und dem Almgebiet der Seceda trennt in den Südtiroler Dolomiten das Grödnertal vom Vilnösstal. Ein Klassiker für Fotografen. Leicht erreichbar mit der Seilbahn von Sankt Ulrich auf die Seceda und dann noch wenige Minuten bis zum Seceda-Gipfelkreuz.
Der österreichische Landschaftsfotograf Rudi Brandstätter (rubrafoto) während einer Rast unterhalb des Sellastocks direkt an der Straße zum Grödnerjoch.
Ein Klassiker im Reigen der Dolomitenfotos: Der Seekogel spiegelt sich im Morgenlicht im Pragser Wildsee im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Unbedingt am frühen Morgen diesen Platz aufsuchen. Nicht nur des Lichtes wegen, schon am frühen Vormittag wird dieser Platz „überbevölkert“! Am frühen Morgen darf man noch selbst mit dem Auto anreisen, später nur noch in Shuttles.
Die Bergspitzen des Monte Cristallo in den Sextener Dolomiten im Morgenlicht. Links im Bild eine Befestigungsanlage aus der österreichisch-ungarischen Monarchie. Diesen Fotopoint findet man am Ende der Plätzwiese oberhalb von Prags. Bis 8 Uhr kann man noch selbst die Mautstraße hoch fahren, später nur in Bussen. Aber dieses Bild enstand ohnedies schon um 5, 20 Uhr nach einem halbstündigen Fußmarsch.
Frühsommer auf der Seiser Alm in Südtirol. Im Bild das Schlern-Bergmassiv mit der Santner Spitze. Ein Besuch der Seiser Alm ist Pflicht, es warten unzählige Motive.

Ich weiß natürlich, dass meine Tipps bezüglich Fotografie in den Südtiroler Berge bei weitem nicht vollständig sind. Es gibt so viel Sehenswertes in diesem Land. Ich werde demnächst wieder auf dem Weg sein. Und ich werde sicher wieder neue Plätze, neue Motive finden. Bis dann!

Infos zu Südtirol und die Dolomiten:

https://www.suedtirol.info/de/regionen/dolomiten

https://www.suedtirolerland.it/de/highlights/natur-und-landschaft/gebirge-in-suedtirol/dolomiten/

https://www.suedtirol.com/dolomiten

https://www.valgardena.it/de/

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Das Mühlviertel – bildschön!

Den Kamera-Rucksack ins Auto – und hinaus in die Natur! Immer wieder stelle ich fest, dass ich nicht ins weite Land, weit weg von meinem Zuhause reisen muss, um schöne Landschaftsfotos zu machen. Das Gute liegt oft sehr nah. Das habe ich nach längeren Regenperioden in den vergangenen Tagen getan: Unterwegs im Mühlviertel, maximal 60 Kilometer von meinem Wohnort Ottensheim an der Donau entfernt.

Das Mühlviertel – bildschön! Dies nahm ich als Motto und ich kann euch heute einige bildschöne Fotos und ein kurzes Video auf meinem Youtube-Kanal „Rudi’s Bilderwerkstatt“ https://www.youtube.com/watch?v=I66vnD2tWkQ präsentieren. Egal ob das barocke Prämonstratenserstift Schlägl im Oberen Mühlviertel, den „Urwald“ an der Rodlmündung in Ottensheim, die Burgruine Waxenberg oder die wunderschönen Fassaden einiger alter Bürgerhäuser in Mauthausen an der Donau. Oder ganz einfach das bunte Hügelland Mühlviertel.

Das Mühlviertel im Norden Oberösterreichs, eingebettet zwischen Donau und Grenze zu Tschechien, ist ein wunderbares Stück Land. Kleine, schmucke Dörfer, herausgeputzte Städtchen wie Freistadt, und viel Natur und Landschaften. Ideal für Wanderer, für Radfahrer und Biker. Ideal für Erholungssuchende. Natürlich auch ideal für Fotofreunde! Beinahe hinter jedem Hügel findet man Motive. Man muss nur die Augen offen halten.

Hier einige Fotobeispiele zum Thema „Das Mühlviertel – bildschön“.

Na, habe ich zu viel versprochen. Ja ich weiß, Geschmäcker sind verschieden. Und fast jeder von uns findet seine nähere Heimat besonders schön. Trotzdem breche ich immer wieder eine Lanze für das ländliche Mühlviertel mit seinen feinen Plätzchen und Fotomotiven. Man braucht dabei auch keine große Fotoausrüstung mitschleppen. Ich hatte zwei Zooms für meine Canon EOS 5D Mark IV dabei: 24 – 70 Millimeter und 70 – 200 Millimeter.

Mit dieser Kamera und den beiden Objektiven habe ich auch die Videoaufnahmen gemacht. Zu sehen auf: https://www.youtube.com/watch?v=I66vnD2tWkQ

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter http://www.rubrafoto.co.at

Bilderbuch Mühlviertel

Bilderbuch Mühlviertel – im Süden die Donau, im Westen Bayern, im Norden Böhmen bzw. Tschechien und im Osten grenzt das oberösterreichische Mühlviertel an Niederösterreich. Ein bezauberndes Hügelland, dessen Orte an der Donau bei ca. 250 Meter und an der Nordgrenze, dem Böhmerwald, bis zu 1370 Meter über dem Meer liegen. Als Fotograf sehe ich das Mühlviertel als einzigartiges Bilderbuch. Mit kleinen, feinen Städtchen, urigen Dörfern, traditionsreichen Bauernhöfen, Burgen und Schlössern, auf jeden Fall aber mit viel Natur.

Vielleicht sehe ich das Mühlviertel mit anderen Augen, weil ich im Mühlviertel geboren und hier aufgewachsen bin. Zwar am südlichen Rand der Region, im Donaumarkt Ottensheim, aber bald schon in den entlegensten Winkeln des Landes unterwegs.

Dieser Beitrag behandelt das Obere Mühlviertel, welches durch den Haselgraben vom Unteren Mühlviertel geografisch „getrennt“ ist. Ein Tipp für Fotofreunde: Das Mühlviertel ist zu allen Jahreszeiten eine Reise wert. Den Böhmerwald mit seinem Dreiländereck Österreich – Deutschland (Bayern) – Tschechien (Böhmen) kann man stundenlang, ja tagelang, zu Fuß durchstreifen. Und man findet immer wieder neue Bilder. Etwa im Kräutergarten Klaffer am Hochficht – sehenswert und natürlich fotofreundlich. Aber Achtung: Montag ist Ruhetag!

Weitere Fotospots im Oberen Mühlviertel sind Stift Schlägl, der Webermarkt Haslach, die Kurstadt Bad Leonfelden und, und, und……

Das Bilderbuch Mühlviertel präsentiert sich als Naturjuwel. In Langzwettl bieten sich bei einem Biobauern dutzende schneeweiße Sahneziegen als „Models“ an. In Neusserling ladet ein wunderschöner, gepflegter Weiher zu einem ausgiebigen Fotostopp ein. In der Kurstadt Bad Leonfelden ist der Brunnen auf dem Stadtplatz mit Rathaus und Kirche im Hintergrund ein echter Hingucker. Ein Lichttipp dazu: Am frühen Nachmittag vorbei schauen. Gar nicht zu reden von den Sonnenuntergängen über dem Mühlviertler Hügelland.

Also liebe Fotofreunde: Kamera einpacken und ausschwärmen zu den einladenden Motiven im Mühlviertel. Dazu noch ein kurzes Video:

Eindrücke zu „Bilderbuch Mühlviertel“

Mehr Infos bieten die Tourismus-Websites: http://www.muehlviertel.at http://www.boehmerwald.at http://www.oberoesterreich.at

Text und Fotos zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter — http://www.rubrafoto.co.at

Seiser Alm – wunderbar wanderbar

Weite, hügelige Almwiesen, Lärchenwälder, Almhütten, Pferde, Kühe – und bewegungsfreudige Touristen. Die Seiser Alm, eine 56 Quadratkilometer große Hochalm in der Region Südtirol und Trentino, umrahmt von bizarren Dolomitengipfel, ist von Mai bis Oktober ein Paradies für Wanderer und Radfahrer. Und im Winter ein beliebtes Skigebiet.

Der solide Wanderer ist hier genauso richtig wie der hochmotivierte Bergfex, den die Panoramen von Schlern, Rosengarten, Plattfofel oder Langkofel reizen und fordern. Hunderte Kilometer Wanderwege von leicht bis schwer bieten sich an. Ebenso wie unzählige Kilometer für Mountainbiker. Wobei hier mittlerweile die E-Bikes dominieren.

Aber mir geht es bei meinen Besuchen auf der Seiser Alm nicht um zurück gelegte Kilometer. Mich als Naturfotograf faszinieren die unzähligen Fotomotive. Man kann sich mit der Kamera hier so richtig schön austoben. Von Weitwinkel-Aufnahmen bis zu Shots mit dem Teleobjektiv bietet sich alles an.

Bilder, Bilder, Bilder! Ich liebe die Seiser Alm wie überhaupt Südtirol und Trentino mit seinen unzähligen fantastischen Fotospots. Man findet immer wieder Neues. Auch wenn man meint, schon alles fotografiert zu haben. Einmal das Morgenlicht nützen, dann wieder den späteren Nachmittag – und zwischendurch relaxen auf einer der unzähligen gemütlichen Almhütten. Egal ob Tuene Hütte, Radauer oder Sattler Schwaige, Edelweißhütte oder Williamshütte neben der Bergstation des Florian-Sessellifts, um nur einige zu nennen – überall freundliches Personals, gepflegte Speiseangebote und guter Südtiroler Wein. Die Seiser Alm hat was. Darum weiß ich schon heute: Ich komme immer wieder. Vielleicht im nahenden Herbst, wenn sich die unzähligen Lärchen gelb-rötlich einfärben. Eine Pracht für Auge, Gemüt und natürlich für den Fotograf!

Erreichbar ist die Seiser Alm per Auto von Seis aus, oder per Gondelbahn aus Seis oder aus Sankt Ulrich im Grödnertal. Das Gebiet der Seiser Alm selbst ist fast verkehrsfrei – nur Linienbusse verkehren permanent zwischen Compatsch und Saltria, man kann aber auch die herrliche Landschaft während einer Pferdekutschen-Fahrt genießen.

Mehr infos zur Seiser Alm findet man auf: http://www.seiseralm.it oder http://www.seiser-alm.it https://www.dieseiseralm.com/de/ https://www.suedtirolerland.it/de/suedtirol/seiser-alm/

Text und Fotos: Rudi Brandstätter — http://www.rubrafoto.co.at

Goldener Herbst auf der Seiser Alm

Ein langer, schöner Sommer neigt sich auch auf der Seiser Alm in Südtirol seinem Ende zu. Es ist Spätherbst. Aber keineswegs grau und feucht. Ich durfte vor einigen Tagen auf Europas größter zusammenhängender Hochalm den Goldenen Herbst erleben. Die Seiser Alm liegt in unmittelbarer Umgebung der beliebten Südtiroler Tourismusorte wie Seis, Völs am Schlern, Kastelruth oder Sankt Ulrich und ist über die Bergstraße , aber auch mit den Seilbahnen von Kastelruth und Sankt Ulrich im Grödnertal einfach erreichbar. Dank der Lärchen, die sich hier auf einer Höhe zwischen 1700 und knapp 2000 Meter Seehöhe recht wohl fühlen. Und deren Nadeln – bevor sie vor dem Wintereinbruch abfallen – sich rot und schließlich gelb verfärben. Bunter geht Herbst nicht!

Bunte Almenlandschaft, umgeben von den mächtigen Berggipfel der Dolomiten. Langkofel, Plattkofel, Rosszähne, Schlern mit den Santner Spitzen. Ein prachtvoller Anblick – vor allem wenn man mit der Kamera unterwegs ist!

In diesen Tagen kehrt auf der Seiser Alm eine kurze Ruhe ein, ehe sie im Dezember von den Skifahrern, Skilangläufern und Schneeschuh-Wanderern wieder belebt wird. Aber wie gesagt, Fototouren auf der Südtiroler Hochalm lohnen sich zu jeder Jahreszeit. Nähere Infos bieten die Websites https://www.seiser-alm.it https://www.seiseralm.it https://www.suedtirol.com und https://www.idm-suedtirol.com

Alle Fotos zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter, http://www.rubrafoto.co.at