Herbstliche Fotorunde

Herbst ist gleich Fotozeit! Gestern zog es mich mit meiner Kamera hinaus ins Mühlviertel: Neusserling, Waxenberg, Helfenberg – keine weltberühmten Ortsnamen, aber schöne Gegend und schon recht herbstlich. Buntgefärbte Laubbäume, ein knallgelbes Ackersenf-Feld mit bunten Schmetterlingen, weidende Kühe. Ein bunter Reigen für Naturfotos!

Auch wenn sich immer wieder Wolkentürme vor die Sonne schoben, es gab interessante Anblicke auf dem Weg in den Norden von Oberösterreich. Am Rande eines knallgelben Ackersenf-Feldes entdeckte ich etwa einen bunten Schmetterling, einen ADMIRAL, der von Blüte zu Blüte schwebend, meine Nerven strapazierte, ehe er mich endlich heranließ und er für ein nettes Bild „posierte“.

Bei Neusserling zog es mich an einen kleinen, gepflegten Weiher mit herbstlich rot gefärbten Weinlaub am Gartenzaun. Davor hat der Besitzer des Grundstücks direkt an der Straße nach St. Veit einen alten Pflug als Dekoration aufgestellt. Sehenswert. Mit kurzer Brennweite erhält man dort Bilder mit Herbststimmung und landschaftlicher Umgebung. Natürlich durften Nahaufnahmen der roten Weinblätter nicht fehlen.Die Obstbäume sind kurz vor der Ernte noch voll mit vitamspendenden Früchten.

Weiter oben im Norden – bei Waxenberg und Helfenberg  – dann buntes Treiben des Mischwaldes: ein Augenschmaus. Jeder leidenschaftliche Fotograf muß jetzt hinaus in die Natur. Ohne großen Aufwand entstehen zu dieser Jahreszeit herrliche Fotos. Und nebenbei kann man ja auch noch Köstlichkeiten der Mühlviertler Gastwirte geniessen. Als Ideenlieferant empfehle ich da http://www.Muehlviertel.at.

Alle Fotos dieses Beitrags: http://www.rubrafoto.co.at

 

 

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Landwirtschaft und Fotografie

Nahtloser Übergang vom heißen Sommer auf den momentan recht kühlen Herbst. Zeit, für meine Medienpartner und Kunden wieder einmal mit der Kamera eine Runde durch unser schönes Land zu machen: Thema Landwirtschaft! 

Nahtloser Übergang vom heißen Sommer auf den momentan recht kühlen Herbst. Zeit, für meine Medienpartner und Kunden wieder einmal mit der Kamera eine Runde durch unser schönes Land zu machen: Thema Landwirtschaft!

Am Rande des oberösterreichischen Mühlviertels fotografierte ich herrliche Apfelplantagen mit Qualitätsfrüchten. Diese Äpfel findet man schon in wenigen Tagen in den Regalen diverser heimischer Lebensmittelgeschäfte. Bei Goldwörth kamen fast erntereife Kürbisse vor meine Linse. Da denkt man natürlich an eine herrliche Kürbiscreme-Suppe. Die meisten der knallgelben Kürbisse werden wegen der Verarbeitung der Kerne zu Kernöl gezüchtet.

Allerdings sah ich in dieser Gegend auch die Folgen des sehr heißen und zu trockenen Sommers: Dürre Maispflanzen mit wenig oder sehr mickrigen Maiskolben dran. Bilder, die einen Landwirt nicht erfreuen. Großer Aufwand, zu geringer Ertrag! Bilder, die allerdings immer wieder als Warnung vor dem drohenden Klimawandel eingesetzt werden.

Auch für den Hobbyfotograf sind diese Themen interessant! Nehmt eure Kameras – egal ob moderne DSLR-Spiegelreflexkameras oder spiegellose Systemkameras, es gibt viel zu sehen im Umfeld der Landwirtschaft. Es muss ja nicht im Mühlviertel sein: Ein tolles Fotoambiente bietet die Landschaft rund um die südsteirische Weinstraße. Dort locken nicht nur edle Weine und geschmackvolle Leckerbissen, sondern hunderte Fotomotive. Am Morgen und Vormittag, wenn noch der Morgentau auf den Pflanzenblättern zu sehen ist, oder am späteren Nachmittag die schräge Sonneneinstrahlung nützend – es gibt viele Bilder in der Natur. Bilder, die Freude und Spass machen.

Alle Fotos: http://www.rubrafoto.co.at – Rudi Brandstätter

Der Krippenstein – Fernblicke und Panoramafotos

Du liebst weite Ausblicke und Panoramafotos? Auf dem Krippenstein, dem 2108 Meter hohen Aussichtsberg im Süden Oberösterreichs bist du richtig. In zwei Etappen mit der modernen Gondelbahn von Obertraun (täglich ab 08,30 Uhr) aus bist du in wenigen Minuten in luftiger Höhe. Tolle Ausblicke auf einen Teil der Dachsteingletscher,  über die zerklüftete Karst-Landschaft oder von der Aussichtsplattform Five Fingers der schwindelerregende Blick in die Tiefe, auf Hallstättersee und den lieblichen Weltkulturerbeort Hallstatt. Der Krippenstein zählt zu den Tourismus-Highlights im Salzkammergut (http://www.salzkammergut.at)

Wer das Innere des Dachsteinmassivs erforschen will, verläßt schon bei der Mittelstation die Seilbahngondel und steigt einige Minuten lang hinauf zu den Dachstein-Rieseneishöhlen, wo es den ganzen Tag über interessante Führungen gibt. Nicht vergessen: Warm anziehen, Eis macht kalt! Ebenfalls von der Schönbergalm, der Mittelstation, erreichbar: Die Mammuthöhlen. Sie tragen den Namen nicht, weil darin Mammuts zu sehen sind sondern wegen ihrer beeindruckenden Dimensionen.

Für Fotointeressierte: In den Höhlen gibt es zwar tolle Lichtinstallationen, dennoch wird mit Licht sparsam umgegangen. Das heißt, ISO-Empfindlichkeit bei der Kamera hochdrehen nicht vergessen! Lichtstarke Objektive sind natürlich von Vorteil.

Keine Lichtprobleme bereiten die Freiluft-Aufnahmen am und rund um den Krippenstein-Gipfel. Man fährt am besten nur bei Schönwetter auf den Berg. Denn Wolken und Nebel bei Schlechtwetter sind in 2100 Meter Höhe stets arge Spielverderber. Bei Schönwetter kann man sich mit der Kamera austoben: Startende Paraglider, die sich hinunter an den Hallstättersee nach Obertraun tragen lassen, der atemberaubende Blick auf Hallstatt mit dem See, Krippenstein-Bergkirche, der weite Blick zu leider jeden Sommer dahinschmelzende Gletscher. Motive über Motive.  Erfreulich: Die Wanderwege rund um den Gipfel sind sehr „gehfreundlich“, großteils sogar kinderwagentauglich angelegt.

Noch etwas: Die Krippenstein-Seilbahn (http://www.dachstein-salzkammergut.com) beendet in dieser Saison am 29.Oktober den Sommerbetrieb. Bis dahin Viel Spass auf dem Berg und viele tolle Fotoerlebnisse!

Alle Fotos dieses Blog-Eintrags: http://www.rubrafoto.co.at

 

 

Rote Gipfel in den Dolomiten

Landschaftsfotografie in den Bergen – aber welche Flecken sind da noch nicht abgelichtet ?  Der Landschaftsfotograf muss sich immer wieder Neues einfallen lassen, will er aus seinen Bildern Kapital schlagen. Und die Leiter von Foto-Workshops sind auch nicht zu beneiden.

Zwei Möglichkeiten, Natur und Landschaften in ein anderes Licht zu bringen: Frühmorgens vor Sonnenaufgang oder am Abend, wenn sich die Sonne verabschiedet!

Ich habe hier einige Beispiele meiner Touren durch die Dolomiten. Vor 5 Uhr morgens auf der Plätzwiese im Naturpark Fanes-Sennes-Prags die Canon EOS 5D Mark III auf das Stativ montiert, das Objektiv der Brennweite 70 – 200 Millimeter in Richtung Monte Cristallo gerichtet. Von Sonne nichts zu sehen. Kurz nach 5 Uhr war es plötzlich soweit, die Gipfel des Monte Cristallos begannen zu leuchten. Die Sonne selbst noch hinter  anderen Dolomitenbergen versteckt. ISO 400, 1/50 Sekunde belichtet bei Blende 14 – ich war glücklich!

Ein anderes mal an einem herbstlichen Abend an der Sellajoch-Straße auf den Sonnenuntergang wartend. Leichte Wolken zeigten sich über Langkofel und Sellastock. Wird das heute noch ein Bild? Skepsis stieg in mir auf. Geduld war gefragt. Die Sonne hatte sich längst westlich hinter dem Langkofel abgesenkt. Doch dank der leichten Wolken und entsprechender Luftfeuchtigkeit entstand plötzlich eine mystische Stimmung: Die Wolken färbten sich hinter Lang- und Plattkofel rot. Traumhaft! Und dann wurde es fast noch stressig: Genau gegenüber – im Osten – zauberten die letzten Sonnenstrahlen einen immer größer werdenden roten Fleck auf die Wand des schon im Dunkel stehenden Sellastocks. Mit der 24 mm-Optik schaffte ich von einem Standplatz aus zwei wunderbare abendliche Landschaftsbilder.

Rote Berge in den Dolomiten. Wer solche Motive sucht, sollte sich im September oder Oktober auf die „Fotopirsch“ begeben. Da zeigen die ansonsten bleichen Bergriesen am Abend ihr rotes „Gesicht“. Nicht immer. Das hängt mit Wetter und Luftfeuchtigkeit zusammen. Aber sehr oft. Ein besonderer Tipp für das Alpenglühen: Der Rosengarten mit den Vajolet-Türmen, die ich von Sankt Ciprian aus fotografierte. Da sollte man aber schon zumindest die 200-mm-Optik auspacken.

Und nun viel Spaß mit glühenden Bergen!

Das Mühlviertel – immer ein paar Bilder wert!

Sanftes Hügelland, nette Leute, manchmal ein wenig raues Klima, dann wieder sommerlich sonnig – aber immer eine Fototour wert. Das Mühlviertel! Diesmal „verirrte“ ich mich an die tschechisch-oberösterreichische Grenze an der Nord-Süd-Wasserscheide. Wullowitz, Leopoldschlag, Liebenau mit dem Naturschutzgebiet Tannermoor, Oberrauchenödt mit der Wallfahrtskirche Sankt Michael und schließlich die Bezirkshauptstadt Freistadt – mit historischem Stadtkern.

Ein sonniger Tag, flauschige Quellwolken am blauen Himmel. Alles sehr fotogen! Zwischen Wullowitz und Leopoldschlag ließen mich goldgelbe Getreidefelder und grüne Wiesen die Kamera auspacken – wogende Halme und hügelige Landschaft! Vielmehr erstaunte mich kurz danach eine Rinderkoppel am Wegesrand: Rabenschwarze, zottelige Rinder genossen ihr dasein auf der Weide – eine Herde WASSERBÜFFEL im Mühlviertel!

Wieso Wasserbüffel in den Mühlviertler Maltsch-Auen? Sie wurden vor einigen Jahren vom Projekt Natura 2000 als „Landschaftspfleger“ in den schwer zu bearbeitenden Feuchtwiesen eingesetzt – und sie bewähren sich bestens.

Ein weiteres Highlight bei meiner Mühlviertler Fototour: Der Rubener Teich im Naturschutzgebiet Tannermoor bei Liebenau, hart an der Grenze zu Niederösterreich. Ein dunkler Moorsee, in dem sich besonders vormittags die hellen Quellwolken spiegeln!

Auf meinem Weg zurück über Sandl in die Bezirkshauptstadt Freistadt kam ich in Oberrauchenödt an der kleinen Wallfahrtskirche St. Michael vorbei. Alleinstehend auf freiem Feld, daneben das kleine Pfarrhaus mit Steinblossmauern.

Freistadt mit seinem historischen Stadtkern ist immer wieder sehenswert und beliebt bei Fotografen. Egal ob der Stadtplatz mit der Stadtpfarrkirche, die engen Gassen oder die Stadtmauern mit den Stadttürmen. Mir hat es vor allem der Südturm angetan. Ich weiss nicht, warum. Mir gefällt die Stadt sowie das ganze Mühlviertel! Aber da bin ich ja nicht der einzige…

Wer mehr über das Mühlviertel erfahren will:  http://www.muehlviertel.at

Alle Fotos: Rudi Brandstätter   http://www.rubrafoto.co.at

 

Meine Naturfotos

Jahrzehntelang war ich im tagesaktuellen Geschäft der Pressefotografie unterwegs – Sport, Politik, Wirtschaft, Katastrophen! Und ich träumte oft davon, wie schön es doch wäre, ohne Stress mit der Kamera in die Natur hinaus zu gehen, um zeitlose Bilder zu produzieren. Ein schwerer Skiunfall ist schuld daran, dass ich nun meine Träume umsetze: Ein zertrümmerter, linker Oberarm riss mich aus der tagtäglichen Tretmühle. Eigentlich sollte ich dem Skirowdy, der mich zu Sturz brachte, dankbar sein. Bin ich aber nicht, weil sich der Feigling aus dem Staub machte und mich liegen ließ. Fast ein Jahr dauerte meine REHA, jetzt genieße ich meine neue Tätigkeit.

Hinaus in die freie Natur, Berge, Gewässer – Naturfotografie ist einfach schön. Wenn man dabei auch oft früh aus dem Bett muss. Naturfotografie ist reizvoll. Und es stellen sich auch schon die ersten Verkaufserfolge ein: Bilder für Tourismusbroschüren, Poster, Kalender und für Websites!

Heute präsentiere ich ein paar meiner jüngsten Fotos aus den Dolomiten. Mehr davon gibt es auf meiner Website http://www.rubrafoto.co.at im „Best-of-Bildarchiv“ oder auf http://www.flickr.com/photos/rubrafoto zu sehen.

Bis zum nächsten mal!

Sehenswert – das Stodertal

Oberösterreichs Touristiker und Politiker preisen ihr Land stets als einen der schönsten Teile Österreichs. Verständlich! Wenn man sich ein wenig umsieht im Land  „Ob der Enns“, muß man ihnen tatsächlich recht geben. Ein gutes Beispiel ist das Stodertal und seine nähere Umgebung im Pyhrn-Priel-Gebiet. Im Winter ein feines Skigebiet mit Weltcup-Rennstrecke, benannt nach dem seit Geburt wenige Kilometer von hier lebenden Hannes Trinkl, dem Abfahrtsweltmeister von 2001. Und im Sommer, beschauliche Gegend, viel Natur und Landschaft und nicht „gequält“ vom Massentourismus.

Ich habe mich schon mehrmals in der Umgebung von Hinterstoder umgesehen: Sehenswert! Da ist der Schiederweiher, ein vor vielen Jahrzehnten künstlich angelegter kleiner See mit Spitzmauer und Großer Priel als Blickfang und Kulisse im Hintergrund. Grandios und in einer kurzen Wanderung leicht erreichbar.

Als „fauler Landschaftsfotograf“ lasse ich mich mit Seilbahn und Sessellift vom Ortszentrum Hinterstoder auf die Höss (1850 Meter Seehöhe) bringen. Im Winter der Treffpunkt der Skifahrer, im Sommer ein beliebtes Wandergebiet mit herrlichem Bergpanorama des Toten Gebirges. Und einigen Speicherseen für die Kunstschnee-Erzeugung im Winter. Als Fotograf begeistert mich der Wasserspeicher knapp neben dem Höss-Berggasthaus, der am frühen Vormittag bei Windstille und blauem Himmel die auf der westlichen Talseite liegenden Gipfel der 2000er im Spiegel zeigt.

Nur wenige Kilometer von Hinterstoder entfernt liegt das Sensenwerk Rossleithen. Der Pießlingbach gibt hier nach dem Pießlingursprung mit der alten Sensenschmiede eine tolle Fotokulisse. Rauschender Bach mit Wasserwehren und alten Gemäuern der Schmiede. Und viel Natur rundherum….

Auch die bei Hinterstoder noch recht „junge“ Steyr hat  einiges zu bieten: Stromschnellen, Wasserfälle. Wer mit oder ohne Kamera noch nie in dieser schönen Gegend war, hat vieles versäumt….