Erinnerungen – die große Flut 2002!

Es war der 8. August 2002 und ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Genau heute vor 20 Jahren begannen Teile Ober- und Niederösterreichs in den Fluten zu versinken. Heute vor 20 Jahren, an besagtem 8. August 2002 – ich war noch als Pressefotograf im Tagesgeschäft tätig – kam frühmorgens der Anruf: „Die Aist hat Schwertberg überflutet!“ Die Aist, ein kleineres Gewässer im Unteren Mühlviertel, konnte die sich aus den Höhen des Bezirks Freistadt heranwälzenden Wassermassen nicht mehr in ihrem Flußbett halten. Zu sehr hatte es in den vergangenen Tagen heftig geregnet.

Die Flutkatastrophe von Schwertberg sollte aber nur der Anfang sein. In den nächsten Tagen öffnete der Himmel immer mehr seine Schleusen. Kleine Bäche wie Mühl, Rodl, Gusen oder die Naarn im hügeligen Mühlviertel wurden zu reissenden Flüssen. Auch im niederösterreichischen Waldviertel, besonders im Kamptal, kam es zu unvorstellbaren Flutkatastrophen. Auch die großen Flüsse wie Donau, Inn, Traun, Enns und Steyr traten aus den Ufern. Große Teile meiner Heimat versanken im Wasser. Und ich als Pressefotograf mittendrin, kam kaum mehr aus der durchnäßten Kleidung heraus.

Mein Einsatzgebiet beschränkte sich auf einen Radius von etwa 60 Kilometer von meinem Büro in Ottensheim aus. Für Flugaufnahmen aus dem Katastrophengebiet hatte ich Gelegenheit, bei einem Erkundungsflug in einem Hubschrauber des Innenministeriums mitzufliegen. Heute nochmals DANKE dafür! Die nächsten zwei Wochen sah ich nur noch Wasser, Schlamm, verzweifelte Flutopfer, schuftendende Feuerwehrmänner und Bundesheersoldaten bei den folgenden Aufräumarbeiten.

Hier zur Erinnerung eine kleine Auswahl meiner damaligen Bilder, die über Agenturnetzwerke von APA, AP und Reuters fast rund um die Welt gingen.

Ein Bild der Verwüstung durch das Hochwasser der Aist in Schwertberg
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild überflutete Straße in Schwertberg.
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild wurde in Perg von den Fluten der Naarn ein LKW von der Straße ins Flussbett gerissen.
Hochwasser führende Waldaist zerstörte Haus in Pregarten (Bezirk Freistadt/OÖ).
Land unter hieß es am Morgen des 8. August 2002 in Schwertberg, nachdem die Aist aus ihren Ufern getreten war.
Hochwasserkatastrophe 2002 in Oberösterreich. Im Bild die Rodl in Rottenegg (Bezirk Urfahr-Umgebung), die sich in einen reissenden Fluß verwandelte und binnen kurzer Zeit den Ort, Bahnhof und seine Umgebung zur Wasserhölle machte. Hier ein hängen gebliebenes Auto auf der überfluteten B 127.
Straßen wurden in kurzer Zeit zu Bächen im oberösterreichischen Machland.
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild großflächige Überflutung des Machland bei Arbing im Bezirk Perg.
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild großflächige Überflutung des Machland bei Arbing im Bezirk Perg.
Überschwemmung durch das Donau-Hochwasser im Raum Alkoven, Bezirk Eferding.
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild großflächige Überflutung in Grein an der Donau.
Überflutung der Mühlkreis-Austobahn bei Ansfelden mit hängen gebliebenen Fahrzeugen.
Aufräumen nach der Flut in Schwertberg.

Aufräumen am Tag nach der Flut in Schwertberg (Bezirk Perg/OÖ).
Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild Einsatz von Bundesheer-Soldaten in Schwertberg.

Schweren Schaden verursachte im August ein Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Oberösterreich. Im Bild Vermurungen entlang des Pesenbaches bei Bad Mühllacken im Mühlviertel.
Vom reissenden Eschlbach zerstörte Straße zwischen Rottenegg und Eschlberg.
Verwüstet vom Hochwasser der Aist: Eine Produktionshalle der Maschinenfabrik Engel in Schwertberg.
Im Bild Feuerwehrmann im Versorgungseinsatz in Alkoven im Eferdinger Becken.
Pferdekadaver nach großflächiger Überflutung des Machland bei Arbing im Bezirk Perg.

Ich könnte die Bildserie noch weiter fortsetzen, die Bilder von Leid und Tragödien würden sich aber nur wiederholen…….

Text und Fotos des Beitrags: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Bildschöne Seiser Alm

Die Seiser Alm in Südtirol, Europas höchstgelegenes Almgebiet, hat mich wieder einmal in ihren Bann gezogen. Ich finde die Seiser Alm nicht nur wunderbar wanderbar sondern auch schlicht und einfach bildschön. So wie ich denken offenbar auch tausende Urlauber, die alljährlich das weitläufige Almgebiet mit herrlichen Dolomitenbergen rundherum besuchen. Entweder von Seis aus per Seilbahn oder auf der Straße, oder per Seilbahn von Sankt Ulrich im Grödnertal kommend.

Schlern, Langkofel, Plattkofel, weidende Kühe, sommerliche Wiesenblumen – es gibt viele lohnende Fotomotive. Zwei Motive hatte ich diesmal besonders im Auge. Zwei Bergkreuze mit geschnitztem Herrgott und besonderem Hintergrund. Einmal direkt beim Berggasthof Spitzbühel – im Hintergrund ganz nah der Schlern. Das zweite Kreuz steht weiter östlich auf der Seiser Alm – mit der mächtigen Langkofelgruppe im Hintergrund.

Beides schöne Motive – Spitzbühel wegen des Lichts am Vormittag, dann hinüber gewandert zum Blick auf den Langkofel, des Lichtes wegen ein Nachmittags-Schuss! Und ich verstehe nun auch, warum Südtiroler Musikgruppen wie die Kastelruther Spatzen oder die Ladiner diese Motive für ihre Musikvideos auswählen.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild frühsommerlich Wiesenblumen mit Schlern und Santner Spitze.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild das Dach einer Almhütte mit Schlern und Santner Spitze, mit Hilfe des Teleobjektivs ganz nahe aneinander gebracht.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebtenTourismusregionen Südtirols. Im Bild frühsommerlich Wiesenblumen mit Schlern und Santner Spitze.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild die Felsformation Rosszähne.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebtenTourismusregionen Südtirols. Im Bild frühsommerliche Wiesenblumen mit Langkofel (links) und Plattkofel.

Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild Blumenschmuck bei einer der zahlreichen Almhütten, im Hintergrund Langkofel (links) und Plattkofel.
Im Bild weidende Kühe vor dem Bergpanorama mit Langkofel und Plattkofel auf der Südtiroler Seiseralm.
Prachtvolle Edelweiß als Blumenschmuck vor einer der zahlreichen Almhütten.

Auch der Holzvorrat vor der Almhütte kann schmuckvoll sein.
Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild ein Wegkreuz mit Langkofel (links) und Plattkofel im Hintergrund. Die Kulisse für Videoproduktionen.
Die Seiser Alm zählt zu den beliebten Tourismusregionen Südtirols. Im Bild ein Wegkreuz am Spitzbühel vor Schlern und Santner Spitze.

Ja, Bildmotive bietet die Seiser Alm jede Menge. Und wie ich mich kenne, war ich mit meiner Kamera nicht das letzte mal in dieser bildschönen Gegend. Bewegte Bilder von meinem Besuch auf der Seiser Alm gibt es auf meinem Youtube-Kanal https://www.youtube.com/watch?v=1QccleWy65Q&t=40s zu sehen.

Ein Tipp – oder eine „Warnung“ : Auf der Seiser Alm muss man viel zu Fuß unterwegs sein. Oder mit E-Bikes. Denn es besteht für Besucher ein Fahrverbot im gesamten Gebiet. Allerdings durchqueren Pendelbusse tagsüber regelmäßig das Almgebiet von West nach Ost und umgekehrt.

Mehr Infos für einen Besuch auf der Südtiroler Hochalm gibt es auf: https://www.seiser-alm.it

Text und Fotos dieses Berichts: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Die Seceda, ein schöner Flecken Erde im Naturpark Puez-Geisler

Wer kennt sie nicht, die bizarren Gipfel der Geisler Spitzen hoch über dem Grödnertal. „Der Fotospot“ der Dolomiten schlechthin. Seit es die so genannten Sozialen Medien gibt, hat sich die Besucherzahl auf der Hochalm der Seceda vervielfacht. Die Betreiber der Seilbahn von Sankt Ulrich hinauf auf die Seceda freut es!

Doch nicht nur für die Insta-Knipser ist das in 2.500 Meter hoch gelegene Naturgebiet ein Pflichtbesuch bei einer Reise ins Grödnertal. Es ist ganz einfach schön dort oben! Die Sonnenseite des Grödnertals! Weite Almwiesen, gemütliche Hütte für die Einkehr und ein prächtiges Panorama. Da läßt es das Herz höhe schlagen. Nicht nur bei Fotografen so wie ich einer bin.

Etwa 80 Höhenmeter oberhalb der Bergstation befindet sich der Standplatz für den klassischen Geisler-Schuss! Mit etwas Glück und Geduld bekommt man sogar ein Murmeltier vor die Linse. Allerdings haben die mit dem enormen Andrang keine Freude mehr und zeigen sich nur noch selten. Ich verstehe sie! Aber auch etwas tiefer kann man sich und seine Kamera beschäftigen. Blumenwiesen begleiteten mich auf dem Weg über Sofiehütte, vorbei an der Danielhütte und Baita Trojer hinüber zur Malga Pieralongia mit den berühmten Felsformationen.

Diesmal beschäftigten mich nicht nur einige Fotostops, ich produzierte auch Clips für ein kurzes Youtube-Video. Das Ergebnis sehr ihr auf meinem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=y1Sit0zxiFs&t=14s

Ich präsentiere aber auch eine Auswahl meiner Fotoproduktion, die für Medien-Illustrationen, aber auch für Wandbilder

verwendet werden.

Die wohl meistfotografierte Gipfel in Gröden: Die Geisler Spitzen im Naturpark Puez-Geisler Südtiroler Dolomiten, die das Grödnertal vom Villnösstal trennen.
Blick über Almwiesen der Seceda auf die Gipfel der Geisler Spitzen im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler.
Blick von der Seceda hinunter nach Sankt Ulrich im Grödnertal.
Blick über Almwiesen und Wiesenblumen der Seceda auf eine Almhütte im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler.
Mountainbiker unterwegs auf der Seceda mit Blick auf die Gipfel der Geisler Spitzen im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler.
Blick auf die Langkofelgruppe von der Seceda. Im Vordergrund Touristen beim Fotografieren der Bergwelt.
Mit etwas Glück zeigt sich auch ein Murmeltier.
Blick über Almwiesen der Seceda im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler hinüber zum Langkofel.
Die Pieralongia-Felsen auf der Seceda zählen zu den beeindruckenden Merkmalen im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler.
Die Pieralongia-Felsen auf der Seceda zählen zu den beeindruckenden Merkmalen im Dolomiten-Naturpark Puez-Geisler. Zwischen den beiden Felsen der Langkofel.
Eine kleine Bergkirche auf der Seceda im Naturpark Puez-Geisler in den Südtiroler Dolomiten mahnt den Wanderer zur Ruhe und Besinnung.

Die Entstehungsgeschichte des Naturparks Puez-Geisler, der sich über 7 Gemeinden von Sankt Ulrich im Grödnertal bis hinüber nach Alta Badia erstreckt – Gesamtfläche knapp 11.000 Hektar – geht ins Jahr 1978 zurück. Seit 2009 zählt er auch zum UNESCO-Welterbe. Der Naturpark Puez-Geisler ist einer von insgesamt acht Naturparks in Südtirol. Für mich ist und bleibt die Seceda und ihre Umgebung ganz einfach ein schöner Flecken Erde!

Mehr Infos: https://www.valgardena-groeden.com/de/highlights/die-dolomiten/naturpark-puez-geisler/

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter — http://www.rubrafoto.co.at

Treffpunkt Herrgott am Kreuz…

Mit leichtem Gepäck am Rücken – im Kamerarucksack nur die EOS 5D Mark IV, eine Zoom-Optik (24 – 70 mm), ein leichtes Stativ und eine GoPro 9 – so machte ich mich auf den Weg von der Bergstation der Raschötzbahn oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal zum Hergott am Kreuz. Nach einem kurzen Anstieg im Wald ging es relativ flach zum Raschötz-Schutzhaus und weiter über die Raschötz-Kapelle einen knackigen Anstieg hinauf zum Gipfelkreuz. Ein mächtiges Holzkreuz mit einem imposant geschnitzten Herrgott auf dem Gipfel des Raschötz hoch über dem Grödnertal. Seehöhe 2.282 Meter! Eine schöne Bergwanderung, ohne sich gleich als Bergsteiger fühlen zu müssen.

Ich ging es gemächlich an: Foto- und Videostopps mit Blickrichtung Langkofelgruppe, Sellastock, Marmolada und Seiser Alm! Nach knapp zwei Stunden auf dem Gipfel angekommen, war ich erstaunt: rush hour oder Treffpunkt Herrgott am Kreuz!

Nun bewies ich Geduld. Oder besser gesagt, ich mußte Geduld beweisen. Dutzende Bergliebhaber bevölkerten das felsige Gipfelgelände rund um das Gipfelkreuz. An ruhiges fotografieren war vorerst nicht zu denken. Handy-Knipser kennen keine Rücksicht! Aber ich hatte ja Zeit und bei manchen Leuten hatte ich das Gefühl, sie seien auf der Flucht. So schnell sie den Berg empor hetzten, so schnell zogen sie auch wieder weiter. Schließlich kam ich noch zu einigen Fotos ohne Menschen rund um das Gipfelkreuz. Meine Agenturkunden wollen nämlich keine Leute auf Landschaftsfotos – wegen der Bildrechte!

Der Herrgott am Kreuz – spektakuläres Gipfelkreuz auf dem Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal.
Der Herrgott am Kreuz – spektakuläres Gipfelkreuz auf dem Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal.
Der Herrgott am Kreuz – spektakuläres Gipfelkreuz auf dem Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal. Im Hintergrund die Geisler Spitzen.
Der Herrgott am Kreuz – viel „Betrieb“ rund um das spektakuläres Gipfelkreuz auf dem Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal.
Wanderer beim Anstieg auf den Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal.
Blick vom Raschötz bei St. Ulrich im Grödnertal auf die Gipfel der Langkofelgruppe und im Hintergrund die Marmolada.
Blick vom Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal über die Hochalm zu den Geisler Spitzen.
Im Bild die Berghütte auf dem Dolomitenberg Raschötz oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal.

Die Wanderung auf den Raschötz hat sich gelohnt: Herrlicher Rundumblick, schöne Bilder und ein kleines Video für meinen Youtube-Kanal – https://www.youtube.com/watch?v=AZq61nKnJLg&t=2s

Noch etwas: Meine Risikobereitschaft, mit nur einem Zoom-Objektiv auf den Berg zu gehen, war kein Problem. Die oben erwähnten Brennweiten (24 – 70 mm) haben gereicht. Gut, vielleicht wäre ein zweites, längeres Objektiv nicht schlecht gewesen, aber wenn man nicht mehr tragen will, muss man eben „haushalten“!

Mehr Infos zur Raschötz-Wanderung findet man auch auf https://www.valgardena-groeden.com/de/highlights/die-dolomiten/plateaus-hochalmen/raschoetz-hochalm/

Text und Fotos zu diesem Bericht: Rudi Brandstätter — http://www.rubrafoto.co.at

Glurns – das Juwel im Vinschgau

Bozen, Meran, Grödenertal, die Dolomiten, Weinberge – eine Südtirol-Reise bietet viele Ziele. Ich habe mir kürzlich ein besonderes Ziel auserkoren: Das Kleinstadt-Juwel Glurns an der Etsch im Vinschgau. Eingebettet im Dreieck von Reschenpass, Stilfserjoch und dem Schweizer Ofenpass. Urkundlich erstmals 1193 erwähnt, liegt die wohl kleinste Stadt im Alpenraum, Glurns mit seinen 900 Einwohnern, auf einer Meereshöhe von 907 Metern.

Glurns, ein Stadtjuwel? Richtig gelesen! Das Besondere an dem Städtchen im Vinschgau ist, dass rund um die Altstadt noch immer die nach heftigen Kriegen um das Jahr 1500 errichteten Wehranlagen – hohe Stadtmauern und drei Stadttürme – bestehen. In dieser „Innerstadt“ zeugen Stadtplatz, enge Gassen, Herrenhäuser und Laubengänge vom Mittelalter.

Glurns, seit 1304 mit dem Stadtrecht versehen war einst eine wohlhabende Kleinstadt. Dank florierendem Handel – unter anderem mit Salz – am damaligen Verkehrsknotenpunkt der Via Claudia Augusta ließ es sich prächtig leben. Schließlich ließen aber immer wieder Kriege die Stadtbevölkerung verarmen, ehe es im vorigen Jahrhundert endlich wieder aufwärts ging. Heute floriert so wie in den umliegenden Gemeinden Mals, Burgeis, Schluderns und Taufers der Tourismus.

Die Stadt Glurns im Vinschgau gilt als kleinste Stadt in Südtirol, die Altstadt ist von einer Stadtmauer umgeben. In Glurns leben ca. 900 Einwohner, das Stadtrecht erhielt das frühere Handelszentrum in Jahre 1304.
Die Stadt Glurns im Vinschgau gilt als kleinste Stadt in Südtirol und liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zur Schweiz entfernt.
Die Altstadt von Glurns ist von einer Stadtmauer umgeben. Hier ein Blick durch die enge Einfahrt durch einen der drei Stadttürme.
Der historische Stadtplatz von Glurns mit den Fassaden altehrwürdiger Bürgerhäuser.
Tafeln an diversen Bürgerhäusern im Stadtzentrum erklären dem Besucher die Geschichte der Stadt.
Altstadt von Glurns im Vinschgau.
Alte Bürgerhäuser der einstigen Handelsstadt erzählen Geschichten.
Einer der drei Stadttürme, die einst zum Schutz feindlicher Angriffe dienten.
Die heutige, dem heiligen Sankt Pankrazius geweihte Pfarrkirche von Glurns liegt außerhalb der alten Stadtmauern.
Alte Herrenhäuser prägen das Stadtbild.
Laubengänge säumen die Gassen der Stadt Glurns.
Alte Häuser, frisch heraus geputzt.
Enge Durchfahrt, wenn man in die Stadt hinein will.

Soviel zu meinem fotografischen Ausflug in das kleine Städtchen Glurns im Vinschgau. Es war die Reise wert. Ich habe nicht nur fotografiert. Auf dem Stadtplatz habe ich mich gestärkt. Jause und ein Glas Wein brachte die Kellnerin vom Gasthaus über die Straße in den kleinen, schattigen Gastgarten am historischen Stadtplatz. Glurns hat seine Reize. Wie erwähnt, das Städtchen Glurns, ein Juwel! Leider konnte ich die Paul Flora-Ausstellung in einem der Stadttürme nicht besuchen. Es war Sperrtag.

Mehr Infos zu Glurns: http://www.glurns.eu/de/geschichte-glurns

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter http://www.rubrafoto.co.at

Meran und mehr….

Meine erste größere Fotoreise im Jahr 2022 führte mich in den Westen Südtirols, unter anderem ins Meraner Land, in die Stadt mit den vielen Dörfern rundherum. Einerseits die Stadt Meran – an Etsch und Passer gelegen – mit mediterranem Flair, kultureller Architektur und bunten Gärten, eine Kurstadt, die schon in Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie Bedeutung hatte. Mit Spazierwegen, die zum Flanieren einladen. Aber auch für Freunde der Kulinarik und gepflegter Weine hat Meran einiges zu bieten. Schloss Trauttmansdorff, wo sich Kaiserin Elisabeth gerne aufhielt, begeistert mit seinen tollen Gartenanlagen. Ein Pflichtbesuch für Garten- und Fotobegeisterte. Unmittelbar neben dem städtischen Treiben bestaunt man ausgedehnte Obstplantagen und Weingärten wie etwa im Dorf Lana. Nur einen Steinwurf entfernt von der Stadt…..

Gleich um die Ecke von Meran erlebt man touristisches Treiben im Dorf Tirol. Mit Schloss Tirol hoch über dem Etschtal und der dem Schloss vorgelagerten Brunnenburg inmitten von Weingärten. Schloss Tirol war einst die Residenzburg der Grafen von Tirol und gab dem Land den Namen. Heute beherbergt Schloss Tirol – https://www.schlosstirol.it – das Landesmuseum mit Dauer- und Themenausstellungen.

Bekanntlich liebe ich ja die Natur- und Landschaftsfotografie, weniger bin ich der „Städtetourist“. Aber in Meran und seiner Umgebung kann man vieles erleben und sehen. So kam ich wenige Kilometer nördlich von Meran auch beim Sandwirt in St. Leonhard im Passeiertal vorbei. Ein bodenständiges Gasthaus aus dem 17. Jahrhundert – seit 1982 unter Denkmalschutz. In diesem Haus ist Andreas Hofer, Anführer in den Tiroler Freiheitskämpfen gegen die Franzosen in den Jahren 1805 bis 1809, geboren.

Teilansicht der historischen Altstadt von Meran in Südtirol mit dem historischen Kurhaus.
Blick von der Passerbrücke auf die historische Altstadt von Meran in Südtirol.

Historischen Fassade des Kurhauses von Meran.

Südliches Flair mit Palmen prägt das Stadtbild von Meran.

Ein Paradies für Gartenfreunde – die prächtigen Gärten rund um Schloss Trauttmansdorff in Meran.

Blick auf die prächtigen Gärten rund um Schloss Trauttmansdorff in Meran.

Blick vom Tiroler Biergarten in Dorf Tirol auf das Schloss Tirol.

Im Bild die Brunnenburg nahe dem Schloss Tirol bei Meran.
Im Bild das Schloss Tirol nahe Meran in Südtirol. Links im Bild die Brunnenburg.
Der Kirchturm der Pfarrkirche in Dorf Tirol nahe Meran in Südtirol.
Im Bild das Gasthaus Sandwirt in St. Leonhard im Passeiertal, das Geburtshaus desSüdtiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer.
Im Bild das Gasthaus Sandwirt in St. Leonhard im Passeiertal, das Geburtshaus des Südtiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer.
Obst und Weinbau dominiert die Landwirtschaft im Meranerland in Südtirol. Im Bild Weinbau in Lana.

Soweit einige Eindrücke meiner Fototour ins Meraner Land. Mich ließ staunen, wieviele verschiedenen Facetten eine Gegend innerhalb weniger Kilometer bieten kann. Soll man sich ansehen…

Mehr Infos bietet: https://www.merano-suedtirol.it/de/meraner-land.html

Text und Fotos des Beitrags: http://www.rubrafoto.co.at

Ein Traum für Naturfreunde: Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Mich hatte wieder einmal das Reisefieber gepackt, ich mußte raus, was Neues sehen – und neues Bildmaterial produzieren! Gesagt, getan. Auf nach Südtirol, über den Brenner einige Kilometer nach Süden. Diesmal standen aber nicht die Dolomiten im Brennpunkt sondern der westliche Teil Südtirols: Meran, Passeiertal, Vinschgau, Ultental hießen meine Ziele.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich den Traum vieler Naturliebhaber präsentieren: Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran. Ich war noch nie in diesem wahren Gartenparadies auf 12 Hektar, bestückt mit Pflanzen, Bäumen, Blumen aus aller Welt, gegliedert in 80 „Landschaften“, die man barrierefrei auf 100 Höhenmetern durchwandern kann. Und ich staunte, was sich da zur vergangenen Jahrtausendwende nationale und internationale Garten- und Landschaftsplaner:innen einfallen ließen. Am 16 Juni 2001 war es soweit: Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder, der einige Jahre zuvor den Anstoss für die Gartenanlage rund um Schloss Trauttmansdorff – einst Feriendomizil von Kaiserin Elisabeth – gab, die Anlage eröffnen.

Seither pilgern alljährlich tausende Besucher ins Gartenparadies Schloss Trauttmansdoff in Meran. Dabei erleben sie eine Mischung aus botanischem Garten, Freizeitattraktionen, Erlebniswelt, Wasseranlagen, Wald, Landschaften Südtirols oder Sonnengärten. Ich war begeistert, mußte mich beim Fotografieren zurückhalten. Man muss sich Zeit nehmen beim Schlendern durch die Gartenpracht, die während der Saison von mehr als 100 Mitarbeiter:innen betreut wird. 3 Stunden sind ein Minimum, fast schon ein Schnelldurchlauf. Ein Wort zur Fotografie in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff: Ich persönlich ging mit „leichtem“ Gerät an die Sache heran. Das heißt, ich nahm nur eine Optik an meiner Canon EOS 5D, Mark IV mit auf die Gartentour: Ein kleines Zoom mit Brennweite 24 – 70 Millimeter. Das reichte völlig! Ich wollte einfach nicht die komplette Ausrüstung 4 Stunden oder mehr durch die Gegend schleppen. Bin ja auch nicht mehr der Jüngste!

Einen Besuch der Gärten von Schloss Trauttmansdorff im mediterranen Klima von Meran kann ich nur empfehlen. Egal ob als Natur- und Gartenfreund oder als Fotofreund mit Spiegelreflexkamera oder ganz einfach mit der Handykamera. Man sollte sich Zeit nehmen, die Natur genießen…..

Mehr Infos bietet die Homepage der Gärten von Schloss Trauttmansdorff auf

https://www.trauttmansdorff.it/die-gaerten-von-schloss-trauttmansdorff.html

Text und Fotos zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Wenn in der Wachau die Marillenbäume blühen

Endlich wieder Frühling, das Land blüht auf! Zeit, die Kamera zu nehmen und hinaus in die Natur gehen. Nach der langen Trockenperiode ist es allerdings überall im Land recht grau und trostlos. Saftiges Grün läßt auf sich warten.

„In der Wachau stehen die Marillenbäume in Vollblüte“, ließ mich ein Kollege aufgeregt wissen. Blühende Marillenbäume, das geht immer. Also Kamerarucksack ins Auto und trotz derzeit hoher Spritpreise 130 Kilometer nach Spitz an der Donau, einem Herzstück der Wachau, gefahren. Noch ehe die für die kommenden Tage angekündigte Kaltfront mit Regen eintrifft. Dann ist es vorbei mit blühenden Marillenbäumen.

Wenn ich auf Fototour gehe, habe ich stets schon Bilder im Kopf. Diesmal waren meine Gedanken: Wachau, Spitz an der Donau, blühende Marillenbäume und mitten drin die Kirche von Spitz! Naja – man sollte Bilder erst „komponieren“, wenn man vor Ort ist. Nördlich der Donau, als auf der Seite des berühmten Weinbauortes Spitz, suchte ich vergeblich nach meinem „erträumten“ Motiv. Ich fuhr im Kreis, ging durch den Ort – nichts was mir gefiel. Wobei es unzählige blühende Marillenbäume in der Region gibt. Ich machte Blütenbilder, beobachtete eine Hummel, wie sie sich an einer der Millionen Blüten ergötzte. Ja, schöne Bilder aus nächster Nähe. Es gibt ja praktischerweise viele Obstgärten, die nicht umzäunt und daher begehbar sind. Man weiß in der Wachau in Niederösterreich, was man den fotografierenden und staunenden Gästen schuldig ist. Nur fand ich keine typischen Landschaftsbilder.

So schnell gibt Rudi Brandstätter aber nicht auf, wenn es um sein Wunschbild geht. Ich fuhr ans Südufer der Donau und siehe da: Die Kirche von Spitz an der Donau inmitten von blühenden Marillenbäumen! Zustande gekommen ist dieses Bild mit Hilfe eines Tele-Zooms, das die gewünschte Szene etwas komprimierte. Zwar schaffte ich es nicht, soviel Schärfentiefe zu erzeugen, um Blüten und Kirche auf eine Schärfenebene zu bringen, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tat. Für mich ist bei Fotostorys nämlich wichtig, immer einen sichtbaren Bezug zur Region herzustellen. Denn: blühende Marillenbäume gibt es auch anderswo, nicht nur in der Wachau….

In Vollblüte stehen die Marillenbäume in der Wachau am 28. März 2022. Im Bild ein Blick vom Südufer der Donau zwischen den blühenden Marillenbäume auf die Kirche von Spitz an der Donau.

Infos zum Thema Wachau gibt es auf https://www.donau.com/de/wachau-nibelungengau-kremstal/

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter http://www.rubrafoto.co.at

Wintertraum im Böhmerwald

Wind und Wetter als Landschaftsgestalter! So dachte ich, als ich am Donnerstag dieser Woche, dem einzig schönen, sonnigen Tag, in 13oo Meter Seehöhe am Dreisesselberg ankam. Strahlend blauer Himmel, leichter kühler Wind, herrliches Fotowetter. So habe ich es mir gewünscht, als ich nach Knie-OP und damit verbundener Fotopause endlich wieder meine Canon EOS 5D Mark IV zur Hand nahm.

Wind und Wetter hatten in Verbindung mit viel Schnee die Landschaft an der bayrisch-tschechischen Grenze in ein bizzares Wintermärchen verwandelt. An die vor Jahren von Stürmen und Borkenkäfer-Invasionen zerstörten Baumstümpfe gepreßte Schneeschichten ließen mein Fotografenherz höher schlagen. Eine Landschaft wie im hohen Norden, vielleicht in Lappland. Aber nein, ich stand an der Grenze zum tschechischen Nationalpark Sumava, dem Böhmerwald. Nur eine gute Autostunde von meinem Wohnort Ottensheim in Oberösterreich entfernt.

Die meisten Fotos machte ich mit meinen Zoom-Objektiv 28 – 70 Millimeter. Dazu machte ich mit der 5D Mark IV auch einige Videosequenzen. Das daraus produzierte Kurzvideo ist auf meinem Youtube-Kanal abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=_ubD6CF_DWs

Es war ein herrlicher Fotoausflug auf den Dreisesselberg, mein Knie hielt stand – es war ja auch kein zu anstrengender Fußmarsch – und mit meiner Bildausbeute war ich auch zufrieden. Einige Shots seht ihr hier:

Das war es für heute von meinem ersten Fotoausflug nach langer Zwangspause. Bis zum nächsten mal.

Text und Fotos: Rudi Brandstätter http://www.rubrafoto.co.at

Frohe Weihnachten!

Wieder geht ein Jahr zu Ende, Weihnachten 2021 steht vor der Tür und demnächst stossen wir auf ein gutes Jahr 2022 an. Für mich war es ein bescheidenes Jahr: Reiseeinschränkungen, damit verbunden wenig Fototouren – und zu guter letzt der „Einbau“ eines neuen Knies an meinem rechten Bein! 2022 kann also nur besser werden!

So wünsche ich meinen Abonnenten und Leser, sowie allen Freunden der Fotografie, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2022!

Vor allem: Gesund bleiben oder wieder gesund werden!