Spaziergang in Cesky Krumlov

Schon lange habe ich mir vorgenommen, nach Jahren wieder einmal über die Grenze nach Südböhmen ins Städtchen Krumau – tschechisch Cesky Krumlov – zu fahren. Nun habe ich es getan. Mit Fotoausrüstung – Canon EOS 5D Mark IV mit den Objektiven 24 – 70 Millimeter Brennweite und das Telezoom 70 – 200 mm. Mit dabei die superkleine, aber feine GoPro 9 Videokamera. Die Kamera für die Hosentasche!

Cesky Krumlov ist eine historische Stadt in Südböhmen, nur knapp 70 Kilometer von meinem Wohnort Ottensheim bei Linz in Oberösterreich und 35 Kilometer von der Grenze zwischen Mühlviertel und Südböhmen, also Tschechien, entfernt. Eine Stadt mit Historie. Schon um 900 nach Christi wurde hier an der Moldau Siedlungen erwähnt. Ein Umschlagplatz beim Salztransport von Österreich nach Böhmen. Um das Jahr 1240 begannen die Witigonen den Bau von Schloss Krumau auf dem steilen Hügel links oberhalb der sich krümmenden Moldau. Bald wurde auch das rechte Moldauufer – die heutige Altstadt -besiedelt.Um 1309 begann der Bau der Sank Veit Kirche, bald darauf entstand das Sankt Jobst Spital und die Sankt Jobst Kirche der Minoriten. Auch die Schlossanlage wurde stets erweitert.

Vor Beginn des 1. Weltkriegs hatte Krumau bereits 8600 Einwohner, 7400 waren deutschsprachig, angesiedelt in Zeiten der deutsch-österreichischen Monarchie. Doch bald war es mit Deutschböhmen vorbei: Als im Herbst 1918 die CSSR gegründet wurde, wurde es für die deutschsprachige Bevölkerung ungemütlich. Deutschböhmen wurde 1919 der CSSR zugesprochen. Und der 2. Weltkrieg brachte auch nichts Gutes. 1945 wurden die Deutschsprachigen aus dem Land vertrieben. Tschechoslowaken übernahmen ihre Häuser!

Heute ist Krumau an den Krümmungen der Moldau ein gern besuchter Tourismusort. Der Großteil der 12.700 Einwohner lebt allerdings außerhalb der historischen Altstadt. Angeblich bevölkern nur noch knapp 800 Krumauer die Altstadt. Das Stadtzentrum ist seit 1992 UNESC-Welterbe, hinter den historischen Fassaden herrscht teils gähnende Leere. Restaurants, Cafes und Bars, Souvenier-Läden und auch KEBAB-Läden prägen das Stadtbild. Dazu kommen noch Museen wie das Schiele-Zentrum oder das Fotomuseum des legendären Fotografen Josef Seidel und Kunstgalerien. Für Touristen ein interessanter Ort.

Im Bild ein Blick auf die Moldau und die Altstadt von Krumau.
Ein Blick über die Moldau auf die Altstadt.
Blick über die Dächer der Altstadt zur Sankt Jobst Kirche und zum Schloss.
Blick auf einen Teil von Schloss Krumau in Südböhmen.
Die mehrgeschossige Mantelbrücke, ein Teil von Schloss Krumau in Südböhmen.
Historische Fassaden prägen die Altstadt.
Gepflasterte, enge Gassen im UNESCO Welterbe.
Die St. Veit-Kirche in der Altstadt.
Blick auf historische Fassaden.
Historische Fassaden, dahinter oft gähnende Leere in den historischen Gemäuern.
Es kann auch kitschig werden…..
Ein Firmenschild eine Geschäfts für Holzprudukte in der Altstadt.
Holzprodukte vor einem Souvenier-Laden in der Altstadt.
Reiseandenken vor einem Souvenier-Laden in der Altstadt.
Auch ein KEBAB-Laden darf nicht fehlen….
Stadt Krumau in Südböhmen. Im Bild das Josef Seidel-Fotomuseum in der Altstadt.
Noch ein letzter Blick von der Mantelbrücke auf die Moldau und Cesky Krumlov.

In meinen Augen ist ein Kurztripp nach Krumau in Südböhmen die Reise wert. Bummeln, durch die engen Gassen flanieren, die böhmische Küche ausprobieren. Und dabei gelegentlich die Kamera – auch wenn es nur die Handy-Kamera ist – zücken. Von meinem Spaziergang durch Krumau habe ich auch ein kleines Video produziert, zu sehen auf meinem Youtube-Kanal auf:

Mehr Infos zu Cesky Krumlov – oder einfach Krumau in Südböhmen – gibt es auf. https://www.ckrumlov.info/de/cesky-krumlov/

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Neu: Meine Südtirol-Bilder im Spreadshirt-Shop

Meine Fotos aus Südtirol finden Verwendung für Wandfotos und Illustrationen in Medien. Nun gibt es eine weitere Verwendung: T-Shirts, Pullis und andere Accessoires im Internetshop

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werden mit meinen Fotos aus Südtirol bedruckt. Mit Motiven vom Langkofel, den Geislerspitzen, von der Seiser Alm, König Laurins Rosengarten im Abendlicht, der Pragser Wildsee am frühen Morgen, ein neugieriges Murmeltier oder die Kirche von Sankt Gertraud im Ultental.

Hier eine kleine Auswahl meiner Bilder:

Der Seekogel spiegelt sich im Morgenlicht im Pragser Wildsee im Naturpark Fanes-Sennes-Prags.
Die Berggruppe Plattkofel (links), Fünffingerspitze und Langkofel (rechts) zählt zu den eindrucksvollsten Felsformationen im Grödnertal.
Die Abendsonne taucht einen Teil des Sellastockes in den Dolomiten in mystisches Rot.
Abendstimmung vor Sonnenuntergang, wenn sich die Felsen des Rosengartens – gesehen von Sankt Zyprian in Südtirol – rot verfärben.
Mystik in schwarzweiß: Die Geislerspitzen im Naturpark Puez-Geisler hoch über dem Grödnertal.
Mystische Wolkenstimmung über der Kirche in Sankt Gertraud im Ultental.
Die Santnerspitze des Schlernmassivs überragt die frühsommerlichen Wiesen der Seiser Alm.
Ein Murmeltier blickt in die Kamera.

Nun bin ich schon neugierig auf den Verkaufserfolg! Hier nochmals die Shopadresse im Internet:

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Text und Fotos dieses Beitrag: Rudi Brandstätter

http:/www.rubrafoto.co.at

„Herr Eilig“ auf der Glocknerstraße

Kurven, Kurven, Kurven – rund eine Million Fahrzeuge rollen jeden Sommer über die Großglockner Hochalpenstraße, die die österreichischen Bundesländer Salzburg und Kärnten verbindet. Hoch hinauf in die Berge der Hohen Tauern, bieten sich beeindruckende Bergpanoramen. Kürzlich war ich auf Fototour im Nationalpark Hohe Tauern. Ich freute mich über herrliche Bilder und Videoclips.

Einige Bilder habe ich ja schon in vorher gegangenen BLOG-Beiträgen gezeigt. Heute zeige ich ein Video von einer Teilstrecke meiner Fahrt auf der Großglockner Hochalpenstraße. Die Videoaufnahme wurde mit der Handy-Kamera meines Iphone 11 – montiert hinter der Windschutzscheibe – produziert. Daraus entstand eine „Spielerei“ aus dem Schnittstudio: „Herr Eilig“ auf der Glocknerstraße.

Ich hoffe, ihr bekommt beim ansehen keinen Schwindelanfall!

Bis zum nächsten mal, Rudi Brandstätter

Meine Fotopoints in den Dolomiten

Hohe Berge, wunderbar wanderbare Almen, freundliche Menschen – die Dolomiten und ihre bizarren Schönheiten sind seit Jahren ein Magnet für Naturliebhaber. Zu jeder Jahreszeit bieten sie Spannendes: Gewagte Routen für Kletterer, ausgedehnte Touren für Wanderer, Köstlichkeiten für Genießer – und wunderschöne Fotopoints für die Liebhaber der Fotografie! Zu dieser Spezies zähle auch ich: Fotos für Medien, für Posterverlage – in den Dolomiten findet man tausende Motive. Und immer wieder Neues.

Was mich dabei besonders fasziniert? Als „fauler“ Landschaftsfotograf muss ich nicht stundenlang meinen Kamerarucksack durch die Gegend schleppen, um zu guten Spots zu kommen. Viele Passstraßen führen relativ nahe an Fotopoints heran, dazu ein Netz von Bergbahnen. Fotografenherz was willst du mehr. Vor allem wenn man so wie ich nicht mehr zu den Jungen zählt. In diesem Beitrag zeige ich eine kleine Auswahl meiner bisher bevorzugten Motive. Und vor allem wie man dorthin kommt!

Das Bild zeigt das im 1. Weltkrieg hart umkämpfte Gebiet der Chinque Torris in den Dolomiten. Zu den 5 Türmen kommt man mit einem Sessellift direkt von der Falzarego-Passstraße von Cortina d’Ampezzo kommend kurz vor der Passhöhe.
Das Bild zeigt das im 1. Weltkrieg hart umkämpfte Gebiet der Chinque Torri in den Dolomiten mit Blick zur Tofana di Rozes..
Das Bild zeigt den Dolomitengipfel Averau in der Morgensonne. Der Standplatz für dieses Bild befindet sich etwa 40 Minuten Gehzeit oberhalb der Cinque Torris.
Denkmal für Alpinist Paul Grohmann, Mitbegründer des ÖAV am Fuße der Südseite der Drei Zinnen in den Dolomiten. Diesen Platz erreicht man vom Parkplatz bei der Auronzo Hütte in etwa 20 Minuten.
Die drei Zinnen – im Bild die Ansicht aus Norden mit der 3 Zinnenhütte – gehören zu den imposanten Bergformationen der Dolomiten. Zu den 3 Zinnen – einem absoluten Wahrzeichen der Dolomiten kommt in ca. 1 1/2 Stunden Wanderung von der Auronzo Hütte an der Südseite der 3 Zinnen. Man kann diese Berggipfel problemlos umrunden.
Das Bild zeigt ein hölzernes Bergkreuz auf dem Grödnerjoch mit dem Sellastock im Hintergrund.
Die Berggruppe Plattkofel (links), Fünffingerspitze und Langkofel (rechts) – hier vom herbstlichen Morgennebel umgarnt – zählt zu den eindrucksvollsten Felsformationen im Grödnertal. Entstanden ist dieses Bild am frühen Vormittag von einem Standplatz 5 Gehminuten von der Sellajoch-Straße entfernt.
Mystische Abendstimmung in den Südtiroler Dolomiten beim Blick vom Col Rodella über Almwiesen zum Schlern. Den Col Rodella erreicht man in ca. 1 1/4 Stunde Gehzeit vom Parkplatz unterhalb des Sella Jochs. Oder man „erklimmt“ den Berg mittel Seilbahn von Campitello aus und geht dann noch 10 bis 15 Minuten den steilen Weg zum Gipfel.
Die Bergspitzen der Latemar-Gruppe in den Südtiroler Dolomiten spiegeln sich im Karersee. Man parkt direkt neben dem Karersee, beste Fotozeit für die Spiegelung ist der späte Nachmittag und frühe Abend. In den vergangenen Jahren haben Stürme den Waldbestand rund um den See in Mitleidenschaft gezogen.
Der nahende Sonnenuntergang bringt mystische Stimmung in die Berge des Rosengartens – im Bild mit den Vajolet-Türmen. Diese Fotoposition befindet sich eine halbe Autostunde vom Karersee entfernt über den Nigrepass in Sankt Cyprian. Direkt am Straßenrand kann man auf die Abendstimmung warten.
Der Naturpark Puez-Geisler mit den mächtigen Berggipfel und dem Almgebiet der Seceda trennt in den Südtiroler Dolomiten das Grödnertal vom Vilnösstal. Ein Klassiker für Fotografen. Leicht erreichbar mit der Seilbahn von Sankt Ulrich auf die Seceda und dann noch wenige Minuten bis zum Seceda-Gipfelkreuz.
Der österreichische Landschaftsfotograf Rudi Brandstätter (rubrafoto) während einer Rast unterhalb des Sellastocks direkt an der Straße zum Grödnerjoch.
Ein Klassiker im Reigen der Dolomitenfotos: Der Seekogel spiegelt sich im Morgenlicht im Pragser Wildsee im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Unbedingt am frühen Morgen diesen Platz aufsuchen. Nicht nur des Lichtes wegen, schon am frühen Vormittag wird dieser Platz „überbevölkert“! Am frühen Morgen darf man noch selbst mit dem Auto anreisen, später nur noch in Shuttles.
Die Bergspitzen des Monte Cristallo in den Sextener Dolomiten im Morgenlicht. Links im Bild eine Befestigungsanlage aus der österreichisch-ungarischen Monarchie. Diesen Fotopoint findet man am Ende der Plätzwiese oberhalb von Prags. Bis 8 Uhr kann man noch selbst die Mautstraße hoch fahren, später nur in Bussen. Aber dieses Bild enstand ohnedies schon um 5, 20 Uhr nach einem halbstündigen Fußmarsch.
Frühsommer auf der Seiser Alm in Südtirol. Im Bild das Schlern-Bergmassiv mit der Santner Spitze. Ein Besuch der Seiser Alm ist Pflicht, es warten unzählige Motive.

Ich weiß natürlich, dass meine Tipps bezüglich Fotografie in den Südtiroler Berge bei weitem nicht vollständig sind. Es gibt so viel Sehenswertes in diesem Land. Ich werde demnächst wieder auf dem Weg sein. Und ich werde sicher wieder neue Plätze, neue Motive finden. Bis dann!

Infos zu Südtirol und die Dolomiten:

https://www.suedtirol.info/de/regionen/dolomiten

https://www.suedtirolerland.it/de/highlights/natur-und-landschaft/gebirge-in-suedtirol/dolomiten/

https://www.suedtirol.com/dolomiten

https://www.valgardena.it/de/

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter. — http://www.rubrafoto.co.at

Fotospot Nationalpark Sumava – der Böhmerwald

Noch ist es Herbst, aber der Winter steht schon fast vor der Tür im Böhmerwald – im Dreiländereck Österreich, Deutschland, Tschechien in einer Seehöhe zwischen 900 und 1330 Metern. Ein beliebtes Wandergebiet im Sommer und Herbst, im Winter rund um den Hochficht bei Klaffer im oberösterreichischen Mühlviertel ein familienfreundliches Skiressort, auf bayrischer Seite mit dem Dreisesselberg beliebt bei Skitouren-Gehern und Schneeschuhwanderern.

Bevor aber der Winter sich breit macht, noch einige Tipps für herbstliche Fototouren im Böhmerwald. In Tschechien ist es der Nationalpark Sumava. Dieser Nationalpark Sumava ist ein Naturschutzgebiet mit tausenden toten Bäumen. Der Wald starb vor Jahren nach schweren Sturmschäden und anschließendem „Überfall“ durch den Borkenkäfer. Denn entsprechend dem tschechischem Naturschutz durften damals die Sturmschäden im Nationalpark nicht aufgearbeitet werden. Die Natur darf sich selbst reparieren.

Für manche Naturliebhaber brutal anzusehen, diese kahlen Baumstämme. Für Fotografen allerdings recht interessant! Entwurzelte Baumriesen, von Borkenkäfer-Schwärmen zerfressene Fichten. Tote Bäume entlang der einstigen Todeszone, dem Eisernen Vorhang zwischen Ost und West. Man muss das gesehen haben.

Von wo aus starte ich eine Böhmerwald-Fototour? Mit dem Auto bis zum Parkplatz unterhalb des Dreisesselbergs in Bayern – und man ist schon fast mittendrin in der atemberaubenden Urlandschaft des Nationalparks Sumava. Vom Gipfel des Dreisesselbergs hat man einen fantastischen Ausblick im Westen über den Bayrischen Wald, über Nordost bis Osten hat man den tschechischen Teil des Böhmerwaldes vor sich und in Richtung Ost-Südost streift der Blick Richtung Österreich. Interessant für detailreiche Bilder ist der Weg entlang der bayrisch-tschechischen Grenze Richtung Osten, als Richtung der Dreiländermark Deutschland-Österreich-Tschechien.

Oder man parkt das Auto im oberösterreichischen Oberschwarzenberg und wandert von dort Richtung Steinernes Meer und Dreiländermark. Eine weitere Möglichkeit ist eine Wanderung vom Skigebiet Hochficht in Richtung Dreisesselberg. Die Routen sind gut markiert. Ein Tipp für Fotofreunde: Beim Gewicht des Fotorucksacks kann gespart werden. Kamera und kürzere Objektive – Weitwinkel und ein kleines Tele oder Zoom bis 135 Millimeter Brennweite reichen. Vor allem sollte man sich aber Zeit nehmen. Am besten eine Tagestour einplanen. Allerdings: Verpflegung und Getränke nicht vergessen. Man ist in der „Wildnis“! Auch das Berggasthaus Dreisesselberg hat Urlaubssperre. Auf österreischer Seite sind die Gasthäuser derzeit Corona-bedingt ohnedies geschlossen. Aber: Es gäbe in dem von mir empfohlenen Gebiet ohnedies keine „Labestationen“!

Also auf in den Böhmerwald, in den Nationalpark Sumava. Ich wünsche noch nebelfreie Sonnentage. Und noch etwas: Reisepass nicht vergessen, man bewegt sich als Grenzgänger!

Infos: https://www.boemerwald.at. http://www.dreisessel.com. http://bergwelten.com

Text und Fotos dieses Beitrags: Rudi Brandstätter. http://www.rubrafoto.co.at

Bergerlebnis Averau

Atemberaubende Ausblicke auf die Bergpanoramen der Dolomiten – Tofana, die Cristallo Gruppe, Lagazuoi, Marmolada, um nur ein paar visuelle Highlights zu erwähnen – das Rifugio Averau (2416 Meter Seehöhe) in den Ampezzaner Dolomiten hatte ich schon länger im Auge. Ich bin ja kein Bergsteiger oder gar Kletterer. Nein, ich bin Fotograf, den Natur und Berge interessieren.

Der Rundblick vom Rifugio Averau ist beeindruckend, hier einige Videosequenzen.

Wir sind, aus Österreich kommend, bei strömenden Regen am Fuße des Monte Averau angekommen. Das Zimmer war gebucht, aber im Regen verzichtete ich auf den Aufstieg von der Falzarego-Straße aus. Wir umkreisten den Gebirgsstock über den Falzarego-Pass hinüber Richtung Colle Santa Lucia und wieder hinauf zum Passo Giau, um 3 km vor der Passhöhe den Sessellift zur Averau-Hütte zu nehmen. Nass wurden wir trotzdem.

Kaum in dem im Einschnitt zwischen Monte Averau und Monte Nuvolau liegendem Rifugio – Berggasthaus mit hervorragender Küche – angekommen, lichteten sich die Regenwolken. Und es gab gegen Abend noch einige schöne Fotos mit Tofana di Rozzes, Lagazuoi und den Cinque Torris. Den angepriesenen Sonnenuntergang mußten wir leider vergessen.

Aber es sollte ja am nächsten Morgen Schönwetter geben. Mit herrlichem Sonnenaufgang zwischen Tofana und der Cristallo Gruppe. Sollte! Das Wetter hatte sich gebessert, aber kurz vor 6 Uhr war keine Sonne zu sehen. Sie versteckte sich böswillig hinter dunklen Wolken. Etwas später setzte sie wenigsten den Gipfel des Averaus und die südwestlich gelegene Marmolada mit dem Gletscher in ein brauchbares Licht. Mein Fotografenherz war leicht angeschlagen. Aber man sollte schöne Bilder nicht im Kopf herum schwirren lassen, ehe man sie tatsächlich fotografiert hat. Ja, ich weiß….

Die Cinque Torris nahe Cortina d‘ Ampezzo im Abendlicht.
Die Regenwolken lichten sich und geben den Blick auf die Tofana frei.
Bescheiden fiel der erwartete, prachtvolle Sonnenaufgang über dem Dolomitenpanorama mit der Cristallo Gruppe aus.
Die Morgensonne erhellt den Averau-Gipfel, links im Bild Fotofreund Hermann.
Ein feiner Platz für Bergfreunde, auch wenn sie keine Bergsteiger und Kletterer sind: Das Rifugio Averau.
Schöne Morgenstimmung mit dem Gletscher der Marmolada. Alle Fotos: Rudi Brandstätter

Wenn der Ausflug zum Monta Averau in 2.416 Meter Seehöhe wetterbedingt fotografisch gesehen nicht unbedingt das Gelbe vom Ei war – es war dennoch ein Bergerlebnis. Die Blicke auf die wunderschönen Dolomitenberge faszinieren mich immer wieder. Und eines ist klar: Ich warte bestimmt eines Tages dort oben wieder auf einen wunderschönen Sonnenaufgang!

Infos zum Rifugio Averau (Averau Hütte) gibt es auf:

https://cortinadelicious.it/DE/s10-tipo-3-Die-Htte-Rifugio-Averau

Willkommen im Salzkammergut!

Die Corona-Krise hat unser Land Monate lang blockiert. Ausgangsbeschränkungen, Mund- und Nasen-Schutzmasken, gesperrte Gastronomie – einfach langweilig! Schön langsam geht es wieder los: Gasthäuser und Hotels nehmen den Betrieb wieder auf, die Schutzmasken verschwinden langsam aus dem Alltagsbild, Ausflüge in unser schönes Land sind wieder erlaubt. Das Land beginnt wieder zu leben.

So möchte ich heute ein Video mit einigen Ausflugsideen ins schöne Salzkammergut präsentieren: Berge, Seen, Brauchtum, Tradition – Willkommen im Salzkammergut! Ein schönes Stück Land im Süden Oberösterreichs, im steirischen Ausseerland und einem Teil vom Land Salzburg.

Schau hinein in dieses Video und inspiriere dich für kommende Urlaubstage.

Tradition, Brauchtum, Volkskultur und viel Natur – das alles bietet das Salzkammergut!

Fototouren durch Südtirol – bitte warten!

Auch wir Landschaftsfotografen leiden unter den Folgen der Corona-Krise. Noch warte ich voll Sehnsucht, meine nächste Fototour in die Dolomiten starten zu dürfen.

Wehmütig betrachte ich meine fotografischen Schätze aus vergangenen Fototouren durch Südtirol. Auch in diesem Sommer hätte ich einiges geplant. Dann kam das Corona-Viris, brachte viel Leid für Italiens Bevölkerung. Auch Südtirol hat es schwer getroffen. Alles steht bzw. stand still. Mittlerweile bemühen sich unsere südlichen Nachbarn, Land, Wirtschaft, Tourismus und Co. wieder in Schwung zu bringen. Als Österreicher muss ich leider auf die Einreise in mein Lieblingsland Südtirol mit seinen wunderschönen Landschaften noch warten und hoffen. Hoffen, in den kommenden Wochen über den Brenner oder das Pustatal einreisen zu dürfen. Und vor allem wieder zurück nach Österreich, ohne danach 2 Wochen in Isolation verbringen zu müssen. Landschaftsfotografen haben es momentan nicht leicht. Aber ich bin Optimist und zeige vorab einige Bilder aus vergangenen Fotoreisen in den Dolomiten.

Also üben wir uns ein wenig in Geduld, sind wir optimistisch. Südtirol – bis bald!

Alle Fotos: Rudi Brandstätter — http://www.rubrafoto.co.at

Goldener Herbst auf der Seiser Alm

Ein langer, schöner Sommer neigt sich auch auf der Seiser Alm in Südtirol seinem Ende zu. Es ist Spätherbst. Aber keineswegs grau und feucht. Ich durfte vor einigen Tagen auf Europas größter zusammenhängender Hochalm den Goldenen Herbst erleben. Die Seiser Alm liegt in unmittelbarer Umgebung der beliebten Südtiroler Tourismusorte wie Seis, Völs am Schlern, Kastelruth oder Sankt Ulrich und ist über die Bergstraße , aber auch mit den Seilbahnen von Kastelruth und Sankt Ulrich im Grödnertal einfach erreichbar. Dank der Lärchen, die sich hier auf einer Höhe zwischen 1700 und knapp 2000 Meter Seehöhe recht wohl fühlen. Und deren Nadeln – bevor sie vor dem Wintereinbruch abfallen – sich rot und schließlich gelb verfärben. Bunter geht Herbst nicht!

Bunte Almenlandschaft, umgeben von den mächtigen Berggipfel der Dolomiten. Langkofel, Plattkofel, Rosszähne, Schlern mit den Santner Spitzen. Ein prachtvoller Anblick – vor allem wenn man mit der Kamera unterwegs ist!

In diesen Tagen kehrt auf der Seiser Alm eine kurze Ruhe ein, ehe sie im Dezember von den Skifahrern, Skilangläufern und Schneeschuh-Wanderern wieder belebt wird. Aber wie gesagt, Fototouren auf der Südtiroler Hochalm lohnen sich zu jeder Jahreszeit. Nähere Infos bieten die Websites https://www.seiser-alm.it https://www.seiseralm.it https://www.suedtirol.com und https://www.idm-suedtirol.com

Alle Fotos zu diesem Beitrag: Rudi Brandstätter, http://www.rubrafoto.co.at

Wolf und Co. vor der Fotolinse!

Dieser Tage hat es mich samt Fotoausrüstung wieder einmal ins Almtal in Oberösterreich gezogen, genau genommen in den großzügig angelegten Cumberland Wildpark nahe Grünau. Eine Vielfalt von Tieren wartet dort auf die Besucher: Steinböcke, Rothirsche, Luchse, Wisente, Graugänse und mehr leben hier auf 60 ha Fläche.

Mich interessierte besonders das weitläufige Areal für Wölfe und Bären, die ein gemeinsame „Heim“ bewohnen. Die Wölfe hatten sich nämlich bei meinem Besuch vor einem Jahr vor mir versteckt gehalten – keine Fotos! Diesmal war es glücklicherweise anders. Ich bekam zwar nicht das gesamte fünfköpfige Rudel vor die mit langem Objektiv (300 mm) bestückte Canon-Kamera, aber nach langem Warten erschien ein Prachtkerl von einem Wolf. Vorsichtig um sich blickend schlich er durch das Gelände. Es war spannend. Und ich schaffte einige brauchbare Bilder.

Was ich nicht schaffte: Bären und Wolf auf ein Foto! Sie gingen sich stets aus dem Wege, obwohl ich geduldig auf den richtigen Moment wartete. Vergeblich!

Dafür posierte Herr Bär recht „brav“. Und im anderen Eck des Wildparks zeigten sich Luchs und Schnee-Eule sehr fotogen. Es waren schöne Stunden im gepflegten Cumberland Wildpark in Grünau im Almtal (http://www.wildpark.at). Nicht nur für Fotografen lohnt sich ein Besuch. Allerdings sollte man schon Objektive mit etwas längerer Brennweite (von 135 bis 400 mm) dabei haben. Besonders empfehlenswert ist natürlich ein Besuch mit Kindern, die aus dem Staunen nicht heraus kommen.

Alle Bilder dieses Beitrags: Rudi Brandstätter (http://www.rubrafoto.co.at)